Beton mischen - Tipps und Hinweise

Wieviel kg Zement benötigt man pro 1 m³ Beton?

Wieviel kg Zement sind für 1 m³ Beton erforderlich?

Die Beantwortung dieser Frage ist nicht einfach, weil es den Beton nun mal nicht gibt. Man unterscheidet in Beton und Mörtel, differenziert zwischen verschiedenen Anwendungsgebieten und Umweltbedingungen. Darüber haben die erforderliche Festigkeit, die verwendete Gesteinskörnung und die gewünschte Verarbeitungsfähigkeit des Betons einen Einfluss auf die notwendige Menge an Zement. Darüber hinaus ist auch die Zementfestigkeit des zu verwendenden Zementes zu berücksichtigen.

Für einfache Anwendungen in Heim, Haus und Garten sind im Folgenden einige nützliche Hinweise für die Herstellung und Verarbeitung von Beton und Mörtel zusammengestellt.

Zusammensetzung
Für die Zusammensetzung von Beton und Mörtel bei Arbeiten im Heim-, Haus- und Gartenbereich werden die in der nachfolgenden Tabelle angegebenen Werte beispielhaft empfohlen. Mischungsverhältnisse wie z. B. 1 Teil Zement zu 4 Teilen Gesteinskörnung führen zu keinen genauen Betonzusammensetzung und sollten nicht verwendet werden.

 

   Beton  Mörtel 
 Der Rüdersdorfer CEM II/A-LL 32,5 R  25 kg (1 Sack)  25 kg (1  Sack)
 Wasser  12,5 Liter  15 Liter
 Sand (Größtkorn 2 mm oder 4 mm)  45 kg (entsprechend ca. 30 Liter)  120 kg (entsprechen  ca. 80 Liter)
 Kies (Großtkörn 16 mm)  65 kg (entsprechend ca. 45 Liter)   -  
 Menge  ca. 65 Liter  ca. 70 Liter
 Angaben gelten für eingebrachten und verdichteten Frischbeton/Frischmörtel mit einer plastischen (d. h. beim Schütten schollig bis knapp zusammenhängend) bis weichen (d. h. beim Schütten schwach fließend) Konsistenz. Die Angaben sind unverbindlich.



Anmischen
In der Reihenfolge Kies, Sand und Hälfte des Anmachwassers in handelsüblichem Betonmischer (Freifallmischer) oder Mörtelkübel dosieren und anmischen. Danach Zement zugeben und weiter mischen, bis ein homogenes Mischgut entsteht. Anschließend während des Mischprozesses restliche Wassermenge bzw. nur so viel Wasser zugeben, wie es für die Verarbeitbarkeit des Frischbetons bzw. Frischmörtels erforderlich ist. Achtung: Zu viel Wasser mindert die Festigkeit! Die Gesamtmischzeit in einem Freifallmischer sollte 5 Minuten nicht überschreiten.

Achtung! Sand und Kies müssen frei von Verunreinigungen sein, um Erhärtungsstörungen des Betons/des Mörtels zu vermeiden. Nur sauberes und kaltes Wasser verwenden. 

Verarbeitung     
Sofort nach dem Mischen den fertigen Frischbeton/ Frischmörtel bei trockenem und warmem Wetter innerhalb einer halben Stunde, bei kühler Witterung innerhalb einer Stunde verarbeiten. Angesteifter Beton/Mörtel ist nicht mehr einzubauen. 
Bei Fallhöhen größer 2 m den Frischbeton durch Fallrohre oder Rutschen einbringen, damit er sich nicht entmischen kann. Den eingebrachten Frischbeton durch Rütteln, Stochern oder Stampfen gut verdichten, damit die beim Mischen eingetragene Luft aus dem Frischbeton entweichen kann. 

Achtung! Beton-/Mörtelarbeiten nicht bei Temperaturen unter + 5° C und nicht über + 30° C durchführen, da ansonsten der Erhärtungsverlauf des Betons/des Mörtels erheblich beeinträchtigt wird. 

Nachbehandlung    
Um eine für den Erhärtungsvorgang des Betons ausreichende Feuchtigkeit zu gewährleisten, muss der frische Beton, besonders bei hohen Temperaturen, unmittelbar nach dem Einbau mehrere Tage vor zu schneller Austrocknung geschützt bzw. nachbehandelt werden. Maßnahmen sind z. B. das Besprühen der Betonoberflächen mit Wasser (kein fließendes Wasser!) oder das Feuchthalten mit Jutetüchern und Abdecken der Oberfläche mit Folie. 

Das Austrocknungsverhalten und Erhärtungsverhalten hängt sowohl vom Wassergehalt als auch maßgeblich von den jeweils vorliegenden Umgebungsbedingungen ab. Bei niedrigen Außentemperaturen (Frost) ist der Beton zusätzlich durch Wärmedämmmatten zu schützen. Mehr erfahren

Achtung! Erst nach Abschluss der Nachbehandlung kann der erhärtete Beton belastet werden.