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Umwelt-, Arbeits- und Gesundheitsschutz über dem Durchschnitt
Zementwerk Beckum-Kollenbach erhält europäisches Umweltzertifikat EMAS / Steinbruchs-Berufsgenossenschaft verleiht den Werken Beckum-Kollenbach und Beckum-Mersmann das Gütesiegel „Sicher mit System“
EMAS-Zertifizierung
Am 7. Dezember 2007 wurde das Zementwerk Beckum-Kollenbach in einer Feierstunde offiziell mit der Urkunde für die bestandene Umweltprüfung ausgezeichnet. Der TÜV Nord hatte die Prüfung nach der europäischen Öko-Audit-Verordnung (EMAS) vorgenommen und bescheinigte dem Werk eine überdurchschnittliche Umweltleistung. Für die nächsten drei Jahre ist es berechtigt, das exklusive EMAS-Logo zu führen.
Manfred Becke, Werksleiter Beckum, nahm die Urkunde von Markus Lübbering, Regionalbeauftragter der IHK Nord Westfalen für den Kreis Warendorf, im Kolpinghaus in Beckum in Anwesenheit der stellvertretenden Beckumer Bürgermeisterin Theresia Gerwing und des stellvertretenden Abteilungsleiters im NRW-Umweltministerium Matthias Peck entgegen. Als Vertreter des Unternehmens waren Dr. Hans Andreas Brodersen, Senior Director Cement Operations der CEMEX Deutschland AG, die Immissionsschutzbeauftragte Heike Wulf und der Qualitätsmanagementbeauftragte Dieter Spiller zugegen.
| Die Überreichung der EMAS-Urkunde (v.l.n.r.): zusammen mit Dieter Spiller und Heike Wulf nimmt Manfred Becke die Urkunde von Markus Lübbering, Regionalbeauftragter der IHK Nord Westfalen entgegen. |
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„Bei CEMEX spielen nachhaltiges Handeln und Umweltschutz eine zentrale Rolle“, so Rüdiger Wirthwein, Geschäftsführer der CEMEX WestZement GmbH. „Eine Schonung von Ressourcen, die Reinhaltung der Luft und die Senkung des CO2-Ausstoßes sind für uns dabei die Schwerpunkte. Der Einsatz von Sekundärbrennstoffen und die verschiedenen Umweltschutzmaßnahmen der letzten Jahre haben uns dabei gut vorangebracht. Wir sind überzeugt, dass wir gerade auch mit unseren Beckumer Werken Kollenbach und Mersmann auf einem richtigen und zukunftsfähigen Weg sind. Die Geschichte Beckums ist ein nachdrücklicher Beleg, dass Bürger und Unternehmen die industrielle Entwicklung mit der Gestaltung eines attraktiven Lebensraums verbinden können.“
Ein unabhängiger Umweltgutachter des TÜV hatte nach einer Prüfung am 28. und 29. September 2007 bestätigt, dass das Werk den Anforderungen der EMAS-Verordnung gerecht wird. Ein Prüfungskriterium von EMAS ist, inwieweit die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in die Verbesserung der Umweltleistung einbezogen sind. Die Immissionsschutzbeauftragte Heike Wulf: „Jeder einzelne unserer 150 Kollegen leistet einen entscheidenden Beitrag, indem er sorgsam mit Materialien umgeht, Mängel abstellt oder meldet und permanent auf Umweltschutzbelange achtet. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der CEMEX WestZement GmbH identifizieren sich mit den Umweltschutzzielen des Unternehmens.“
EMAS hat zum Ziel, dass Unternehmen ihre Umweltleistung über die umweltgesetzlichen Anforderungen hinaus verbessern und darüber in einen offenen Dialog treten. Voraussetzung ist die Ermittlung der wesentlichen Umweltauswirkungen des Betriebs, auf deren Grundlage ein Umweltmanagementsystem inklusive eines Programms mit konkreten Zielen für den betrieblichen Umweltschutz eingerichtet wird. Der Aufbau und die Abläufe des Umweltmanagementsystems entsprechen der ISO 14001, und die Vorgaben dieser internationalen Umweltmanagementnorm hält das Werk Beckum-Kollenbach bereits seit dem Jahr 2000 ein.
Neu ist vor allem die Veröffentlichung einer Umwelterklärung, die die CEMEX WestZement GmbH am 1. November 2007 vorlegte. In dieser Broschüre stellt sich der Betrieb zum einen mit seiner Arbeitsweise und seinen Produkten vor und macht zum anderen seine Umweltpolitik und sein Umweltmanagementsystem transparent. Die Themen reichen von der Rohstoffgewinnung über Immissions- und Gewässerschutz bis zu Sekundärstoffeinsatz und Abfallwirtschaft.
Rüdiger Wirthwein: „Eine Umwelterklärung zu veröffentlichen und diese betrieblichen Daten publik zu machen bedeutet für uns einen Ansporn, uns künftig noch mehr auf den Umweltschutz zu konzentrieren und bei unserer täglichen Arbeit die höchsten Standards einzuhalten.“
„Sicher mit System“
Im Anschluss an seine Zertifizierung nach EMAS erhielt das Zementwerk Beckum-Kollenbach eine weitere Auszeichnung: Gemeinsam mit seinem Schwesterwerk Beckum-Mersmann verlieh ihm die Steinbruchs-Berufsgenossenschaft StBG das Gütesiegel „Sicher mit System“. Vertreter der StBG, der stellvertretende Präventionsleiter Jürgen Koch und der zuständige technische Aufsichtsbeamte Uwe Pätzold, überreichten die Urkunden an Werksleiter Manfred Becke und den Sicherheitsingenieur Karl-Heinz Hoffmann.
Mitgliedsunternehmen der StBG haben mit dem Gütesiegel „Sicher mit System“ die Möglichkeit, die erfolgreiche Integration des Arbeits- und Gesundheitsschutzes in ihrem Unternehmen durch eine neutrale Stelle bestätigen zu lassen. Die Teilnahme an dem Verfahren ist freiwillig. Jürgen Koch: „Die Steinbruchs-Berufsgenossenschaft will mit der Vergabe des Siegels positive Beispiele öffentlich machen und alle Mitgliedsunternehmen motivieren, die Anforderungen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes systematisch in die Unternehmensstruktur zu integrieren. Erfolgreiche Unternehmen zeichnen sich auch dadurch aus, dass sie sich ihrer sozialen Verantwortung bewusst sind und somit von der Motivation ihrer Mitarbeiter und den minimierten Ausfallzeiten profitieren.“
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Im Beisein vom Vertreter des NRW-Umweltministerium Matthias Peck und der stellvertretenden Beckumer Bürgermeisterin Theresia Gerwing (1. und 2. v.l.) sowie des Regionalbeauftragten der IHK Nord Westfalen, Markus Lübbering (hinten rechts), freute sich besonders Sicherheitsingenieur Karl-Heinz Hoffmann (Mitte) über die Verleihung des Gütesiegels "Sicher mit System" der StBG. |
Ein Audit am 22. August 2007 hatte ergeben, dass beide Beckumer Werke der CEMEX WestZement GmbH die Anforderungen der StBG an einen systematischen Arbeits- und Gesundheitsschutz erfüllen. Bis 2010 sind sie nun berechtigt, das Gütesiegel zu führen. Der Prüfung gingen ein Selbstcheck der Betriebe und ein Seminar für alle Vorgesetzten mit Personalverantwortung zum verantwortlichen Umgang mit Arbeits- und Gesundheitsschutz voraus.
Auch das Unfallgeschehen fließt in die Bewertung ein; so wären tödliche und schwere Unfälle durch organisatorische Mängel ein Ausschlusskriterium. „Unsere Sicherheitsleistung der vergangenen Zeit kann sich sehen lassen“, meint Karl-Heinz Hoffmann, Sicherheitsingenieur für die Werksgruppe West von CEMEX Zement. „2007 gab es bisher keinen Unfall mit Ausfalltag, und seit Oktober 2005 hatten wir in Beckum keinen meldepflichtigen Unfall zu verzeichnen. Unsere Beckumer Werke, das Werk Duisburg-Schwelgern und das Hüttenzementwerk Dortmund haben allesamt im Arbeitssicherheitswettbewerb des Vereins Deutscher Zementwerke 2006 einen ersten Platz erreicht.“ Auch die Werke Duisburg-Schwelgern und Dortmund erhalten dieser Tage das StBG-Gütesiegel.
Die Werke Beckum-Kollenbach und -Mersmann sind die ersten StBG-zertifizierten Zementwerke in einer an Zementwerken nicht eben armen Region. Ihre gute Sicherheitsleistung hat vielfältige Ursachen. Bei der Muttergesellschaft CEMEX Deutschland AG und im gesamten weltweit aktiven Baustoffkonzern CEMEX ist der Arbeits- und Gesundheitsschutz ein zentraler Bestandteil der Unternehmenspolitik, und jeder Unfall mit Ausfallzeit wird ausgewertet, um künftig ähnliche Unfälle zu vermeiden. Es besteht ein Meldesystem für Beinaheunfälle, und Verbesserungsvorschläge auf dem Gebiet des Arbeits- und Gesundheitsschutzes werden besonders prämiert.
Auch technische Verbesserungen tragen zum Arbeitsschutz bei. Zum Beispiel investieren die Betriebe in hochwertige Persönliche Schutzausrüstungen für die Belegschaft, alle Mitarbeiter tragen generell Warnschutzkleidung, und seit März dieses Jahres gilt eine permanente Brillenpflicht. In Lärmbereichen verwenden die Mitarbeiter Otoplastiken, einen individuell angepassten Gehörschutz. Alle betrieblichen Fahrzeuge sind mit optischen und akustischen Rückfahrwarnungen sowie teilweise noch zusätzlich mit Kamerasystemen zur Rückraumüberwachung ausgerüstet. Hubarbeitsbühnen ersetzen unfallträchtigere Leitern bei gefährlichen Höhenarbeiten. Als besonders vorbildlich bezeichneten die StBG-Experten die Unterweisung und Betreuung der Mitarbeiter von Fremdfirmen. Für sie gilt in den Werken Beckum-Kollenbach und -Mersmann eine eigene Arbeitsschutzrichtlinie.
Karl-Heinz Hoffmann: „Letztlich ist Arbeitsschutz Überzeugungssache, und am wichtigsten ist die Schulung der Mitarbeiter. Die StBG bestätigt mit ihrem Gütesiegel, dass bei uns die Organisation des Arbeits- und Gesundheitsschutzes stimmt und dass grundsätzlich sicher gearbeitet wird.“
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