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U-Bahnhof Münchner Freiheit: Sanierung bei regulärem Betrieb

Bahnsteig in Nachtbetonagen erhöht – CEMEX-Betonförderung pumpt leichverdichtbaren „aaton“-Stahlfaserbeton über 160 Meter

Er bringt es auf fast vierzig Jahre und wird täglich von rund 50.000 Fahrgästen genutzt: Der U-Bahnhof Münchner Freiheit in Schwabing ist einer der ältesten in der bayerischen Landeshauptstadt und einer der wichtigsten Knotenpunke im städtischen Nahverkehrsnetz. Seit 2008 und voraussichtlich noch bis kommenden Herbst setzen die Stadtwerke München GmbH/Münchner Verkehrsgesellschaft mbH den Bahnhof bautechnisch instand und lassen ihn bei der Gelegenheit zugleich umgestalten und modernisieren – bei regulär weiterlaufendem U-Bahnbetrieb.

Weite Wege: Über bis zu 160 Meter wurde der Stahlfaserbeton bis auf das Niveau des Tunnelbahnhofs gepumpt.

Unter anderem werden die vier Bahnsteige um einige Zentimeter angehoben. Sie sollen sich dem Niveau der Fahrzeuge annähern, um mobilitätseingeschränkten Fahrgästen das Ein- und Aussteigen zu erleichtern.

Nachdem sie den alten Oberboden und Estrich rückgebaut hatten, brachten die Mitarbeiter des ausführenden Unternehmens auf den freigelegten Rohbeton des Bahnsteigs eine neue Ausgleichsschicht auf – allerdings nicht in Form eines Estrichs, sondern aus Ortbeton.

400 Kubikmeter Spezialbetone der Konsistenz F6 lieferte das Transportbetonwerk Aschheim der CEMEX Deutschland AG. Ein Großteil der Betonausgleichsschicht besteht aus einem leichtverdichtbaren Beton des Markennamens aaton mit zugesetzten Stahlfasern, Festigkeitsklasse C 30/37, Größtkorn 8 mm. Die „Bewehrung aus dem Transportbetonmischer“ bürgt für ein wesentlich verbessertes Rissverhalten bei Eigen- bzw. Zwangsspannungen. In einigen Bereichen stellte das Bauunternehmen die Flächen mit konventioneller Bewehrung her, hier lieferte CEMEX einen aaton ohne Stahlfaserzugabe.

Schnelle Festigkeitsentwicklung: Die frisch betonierte Fläche ließ sich sehr kurzfristig als ertüchtigter Rohfußboden nutzen.

Die Betontechnologen hatten die Rezepturen auf lange Pumpwege einzustellen: zunächst eine erste Treppenanlage hinunter, quer über das Sperrengeschoss und eine weitere Treppe hinunter bis auf das Niveau des Tunnelbahnhofs. Gesamtdistanz: bis zu 160 Meter. Die CEMEX-Betonförderung wählte für die Baustelle im Innenstadtbereich ein kompaktes Fahrzeug aus ihrer Flotte. An den Auslauftrichter der Citypumpe konnte die Rohrleitung direkt angeschlossen werden.

Die Rezepturen des aaton und des aaton-Stahlfaser stellten die CEMEX-Fachleute unter Zusatz eines Hochwertzements auf eine schnelle Festigkeitsentwicklung ein. So ließt sich die frisch betonierte Fläche sehr kurzfristig als ertüchtigter Rohfußboden nutzen. Die Fußbodenleger wurden erst aktiv, als der Beton ein Alter von 28 Tagen erreicht hatte und sein Wasseranteil auf 3 bis 5 Prozent gesunken war.

Bahnsteigerneuerung: Für die Betonausgleichsschicht lieferte die CEMEX Deutschland AG einen leichtverdichtbaren aaton-Stahlfaserbeton.

Thorsten Arlt, CEMEX-Vertriebsleiter für München und das Umland: „Wir haben jeweils in den Nächten von Samstag auf Sonntag geliefert, bis etwa um 3 Uhr morgens. Montag mittags wurden die Betonflächen schon für Fußgänger freigegeben.“


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