Home Newsletter Email Impressum Suche Sitemap
CEMEX.de Homepage
Navigation
 


Tunnelbau zwischen Thüringen und Bayern

Über die Hälfte der ICE-Trasse Ebensfeld–Erfurt wird aus Ingenieurbauwerken bestehen – für Neubaustrecken ein Spitzenwert. Die CEMEX Deutschland AG ist an verschiedenen der Brücken- und Tunnelbauwerke beteiligt

Allein 22 Tunnel umfasst die 107 Kilometer lange Neubaustrecke des „Verkehrsprojekts Deutsche Einheit Schiene Nr. 8.1“. Das südlichste Bauvorhaben der Strecke im Freistaat Thüringen beliefern die Mitarbeiter von CEMEX Deutschland zurzeit sieben Tage die Woche rund um die Uhr. 40.000 Kubikmeter Transportbeton werden bis zum Herbst in den Tunnel Müß fließen. Die 750 Meter lange Röhre wird zwei Gleise in Fester Fahrbahn aufnehmen.

Seit Ende 2007 treibt die Schachtbau Nordhausen GmbH die Tunnelröhre in Spritzbetonbauweise durch das Gestein des Thüringer Schiefergebirges. Zurzeit reichen die im Sprengvortriebsverfahren angelegten Stollen etwa einhundert Meter in den Berg. Insgesamt 15.000 Kubikmeter Spritzbeton werden das freigelegte Gebirge sichern.

Baukilometer 35 820 des „Verkehrsprojekts Deutsche Einheit Schiene Nr. 8.1“: der ICE-Tunnel Müß in Thüringen.

Die anstehende geologische Formation bereitete zunächst einige Probleme. Oberer Buntsandstein ist ein heterogenes Material von teils unangenehm weicher Konsistenz. Auf den ersten 50 bis 60 Metern verzögerten Sandlinsen die Bohrungen. Inzwischen sind die Mineure auf festeres Gestein gestoßen und kommen dank größerer Abschläge zügiger voran.

„Seit etwa einem Monat haben wir die Schichtfahrt aufgenommen und werden bis zum Ende des Vortriebs im Dreischichtbetrieb liefern“, erklärt Michael Tenner, Gebietsleiter Vertrieb Thüringen-West der CEMEX Deutschland AG. „Wenn die Arbeit an der Innenschale beginnt, werden wir permanent die Kapazität unserer beiden Lieferwerke in Hildburghausen und Grub am Forst benötigen.“

Eine beim Tunnelbau nicht eben alltägliche Maßnahme dient der Qualitätssicherung. Schon vor Beginn der Spritzbetonlieferungen wurde die Verwendung eines bestimmten Beschleunigers festgelegt. Die CEMEX Deutschland als Hersteller des Bereitstellungsgemischs und die BASF als Beschleunigerlieferant entwickelten in gemeinsamen Tests ein optimales Mischungsverhältnis.

CEMEX Deutschland liefert den Tunnelbauern bis zum Herbst etwa 40.000 Kubikmeter Transportbeton.

Auch in diesem speziellen Anwendungsfall beweist ein Portland-Kompositzement seine hohe Leistungsfähigkeit. Für das Erreichen der erforderlichen Festigkeitsklasse C25/30 und Sicherung der Anforderungen aus den Expositionsklassen kommt ein Portlandhüttenzement der Festigkeitsklasse 52,5 zur Anwendung. Ein Betonverflüssiger/Fließmittel auf PCE-Basis von CEMEX Admixtures hält den Beton für zweieinhalb Stunden verarbeitbar – falls das Spritzgerät zeitweise ausfällt, ist der Beton immer noch zu verwenden. Sein Ausbreitmaß: 55 bis 58 Zentimeter. Der Beton wird sommers wie winters auf eine Einbautemperatur von 20 °C gebracht. Im Tunnel herrschen immer um die 10 °C, auch die Luftfeuchtigkeit bleibt weitgehend konstant.

Im kommenden Herbst werden die Tunnelbauer die Ortbetoninnenschale in Angriff nehmen und parallel dazu die langgestreckten, je etwa zwanzig Meter in den Berg eingeschnittenen Portalbauwerke. Der nördliche Einschnitt geht in die Grümpentalbrücke über, und südlich des Tunnels schließt sich – bereits auf dem Gebiet des Freistaats Bayern – die Talbrücke Froschgrundsee an. In der Innenschale und den Portalbauwerken werden nach Plan 19.000 Kubikmeter Beton der Hauptsorten C 25/30 und C 30/37 zum Einsatz kommen. Die Rezepturen für die Innenschale werden die Betonexperten mit Zusatzmitteln von CEMEX Admixtures auf die Konsistenzklassen F4 und F5 einstellen, die sich mit dem Schalwagen am besten verarbeiten lassen. Zusätzlich sind für den Innenausbau des Tunnels etwa 10.000 Kubikmeter Füllbeton veranschlagt.

In den vergangenen zehn Jahren haben die Thüringer CEMEX-Mitarbeiter beim Autobahntunnelbau viele Erfahrungen sammeln können und unter anderem auch schon mit der Schachtbau Nordhausen zusammengearbeitet. Gebietsleiter Vertrieb Michael Tenner: „Unser Auftraggeber weiß, wir haben Betontechnologie und Bauchemie im Griff. Am Tunnel Müß konnten wir das hohe Niveau der Zusammenarbeit offenbar halten, denn die Schachtbau Nordhausen hat bereits einen Folgeauftrag an uns vergeben.“ So wird CEMEX Deutschland ab kommendem Herbst ein weiteres Tunnelbauwerk auf der selben ICE-Strecke beliefern: den Tragbergtunnel jenseits des Gebirgskamms des Thüringer Waldes. Zuvor müssen allerdings noch drei zum Los Tragberg gehörende kleinere, dafür aber umso tragfähigere Brückenbauwerke fertig werden. Über die Überführungen Lohmeberg, Lohme und Graben Lohmeberg werden die schweren Baumaschinen die Tunnelbaustelle anfahren, darunter die 40 Tonnen schwere Schalmaschine.


Stichwort-Suche
Bei Veröffentlichung bitten wir Sie freundlich um Zusendung eines Belegexemplars an:

CEMEX Deutschland AG
Dr. Helmut Littek
Daniel-Goldbach-Str.25
40880 Ratingen
 

Pressefotos zum Downloaden
Die Fotos zu diesem Pressetext stehen hier in 300 dpi-Auflösung
zum Download bereit.

Foto 1
Foto 2