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Transmobil produziert Beton für Kraftwerk Moorburg

Beim Kraftwerksneubau in Hamburg kann die CEMEX-Tochter die Leistungsfähigkeit ihrer mobilen Mischanlagen unter Beweis stellen – bis zu 10.000 Kubikmeter Beton am Stück werden bei Großbetonagen abgerufen.

„Wenn auf einer Baustelle mehr als 20.000 Kubikmeter Beton gebraucht werden, lohnt sich der Einsatz unserer Baustellenmischanlagen“, erklärt Frank Mathia, Werkleiter mobile Mischanlagen der Transmobil Baustoff GmbH. Und der Bau des neuen Steinkohlekraftwerks in Hamburg-Moorburg erfordert Volumina, die deutlich über dieser Marke liegen: Etwa 350.000 Kubikmeter Konstruktionsbeton wird die Transmobil in zwei Anlagen direkt auf der Baustelle unweit des Moorburger Elbhafens produzieren. Ihr Auftraggeber ist die Wayss & Freytag Ingenieurbau AG, Hamburg, die sämtliche Roh- bzw. Bauhauptarbeiten ausführt.

Die Baustellenmischanlagen der Transmobil Baustoff GmbH (links) bringen je eine Stundenleistung von 100 Kubikmetern. Pro Anlage und Schicht sind ein Anlagenführer und ein Radladerfahrer im Einsatz.

Das Steinkohlekraftwerk Moorburg wird nach Angaben des Bauherren Vattenfall Europe Generation AG & Co. KG eines der modernsten und leistungsfähigsten Kohlekraftwerke der Welt sein. Ab 2012 soll es mit der Produktion von 11 Milliarden Kilowattstunden Strom im Jahr fast den kompletten Strombedarf von Hamburg decken und rund 180.000 Haushalte mit Fernwärme versorgen.

Im April 2008 hat die Transmobil, eine Tochter der CEMEX Deutschland AG, die Betonversorgung aufgenommen. Bisher sind rund 220.000 Kubikmeter im Maschinenhaus, in den Schaltanlagen, in den Treppentürmen samt Fundamenten und in Nebengebäuden eingebaut.

„In der Spitze waren schon Stundenleistungen von 200 Kubikmetern gefordert, und für eine Bodenplatte haben wir 10.000 Kubikmeter Beton am Stück geliefert. Da hatten wir zwölf Fahrmischer im Einsatz“, so Frank Mathia. „Generell ist der Betonbedarf beim Kraftwerksbau derart hoch, dass die Versorgung von außerhalb schwierig ist, allein die Verkehrsverhältnisse sprechen oft dagegen. Unsere mobilen Anlagen stellen wir direkt dort auf, wo der Beton benötigt wird. Beim Kraftwerk Moorburg beträgt die Transportentfernung maximal 500 Meter.“

Baustelle mit Elbblick: Im Auftrag der Vattenfall Europe Generation AG & Co. KG führt die Wayss & Freytag Ingenieurbau AG die Roh- bzw. Bauhauptarbeiten für das Kraftwerk Moorburg aus.

Die beiden radmobilen Baustellenmischanlagen SBM-Wageneder verfügen über Drei-Kubikmeter-Doppelwellenzwangsmischer. Die Transmobil-Mitarbeiter beschicken die Zuschläge über einen Reihendoseur mit dem Radlader. Sie geben nach Bedarf Betonzusatzmittel bei und setzen in den Wintermonaten eine Trockendampfanlage ein, um Zuschläge und Wasser auf „Betriebstemperatur“ zu bringen. Die mobile Anlage – aufgebaut an einem Tag, produktionsbereit nach zwei Tagen – deckt die selbe Bandbreite an Betonfestigkeitsklassen und -sorten ab wie ein ortsfestes Transportbetonwerk. Bislang setzte die Wayss & Freytag Ingenieurbau Konstruktionsbetone in Festigkeitsklassen zwischen C 10/15 und C 35/45 ein.

3.000 Kubikmeter Beton der Festigkeitsklasse C 30/37 kamen beispielsweise in jedem der drei Treppentürme des Maschinenhauses zur Anwendung. Jeder der bis zu 105 Meter hohen Türme mit Außenmaßen von 6 mal 6 Metern entstand innerhalb von etwa sechs Wochen in Gleitbauweise. Die Transmobil lieferte sechs Tage die Woche rund um die Uhr, und die Schalung glitt täglich um 2,50 Meter am frisch betonierten Bauteil nach oben.

Doch nicht die Tragfähigkeit des Betons war hier der kritische Punkt, denn die Rezeptur stellte eine ausreichende Festigkeit sicher. Die betontechnologische Herausforderung lag anderswo: Je nach Einbaulage, z. B. bei Aussparungen, und abhängig vom Wetter brauchten die Eisenflechter länger für ihr Gewerk. Dann gaben die Transmobil-Mitarbeiter einen Verzögerer in die Betonmischung, um ein vorschnelles Aussteifen zu verhindern. Die Treppentürme stehen, und sie werden im nächsten Schnitt mit einem Stahlbau umschlossen. Für die Türme selbst allerdings empfahl sich aus Brandschutzgründen der widerstandsfähige Baustoff Stahlbeton.

Zwei Kohlekreislager mit Innendurchmessern von ca. 113 Metern befinden sich zurzeit im Bau.

Weitere außergewöhnlich dimensionierte Bauteile finden sich an anderer Stelle im Maschinenhaus: zwei Wände von 85 und 105 Metern Länge, 41 Metern Höhe und bis zu zwei Metern Dicke. Für jede lieferte die Transmobil innerhalb von drei Wochen 2.500 Kubikmeter Beton C 35/45 der Expositionsklasse XC4 XF2 XF3 XD3 XS3 XA3.

Frank Mathia: „Mit unseren Baustellenmischanlagen stellen wir die Versorgung mit hochwertigem Konstruktionsbeton zuverlässig und wirtschaftlich sicher, sei es beim Tunnelbau, bei anderen Großbaustellen wie Einkaufszentren oder wie hier beim Kraftwerksbau.“


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