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Neues Justiz- und Verwaltungszentrum für Wiesbaden

In Hessens Landeshauptstadt läuft eines der bundesweit größten PPP-Projekte / CEMEX Deutschland AG versorgt Neubaukomplex mit WU-Betonfertigteilen und in Liefergemeinschaft mit 44.000 m³ Transportbeton

Am 15. August 2007 wurde der erste Spatenstich gesetzt, und heute sorgen täglich bis zu 120 Bauarbeiter dafür, das Großprojekt an der Mainzer Straße planungsgemäß bis zum Herbst 2009 fertig zu stellen. Das Public-Private-Partnership-Vorhaben des Landes Hessen und der Landeshauptstadt Wiesbaden wird von der HeWiPPP GmbH & Co. KG entwickelt, die von der OFB Projektentwicklung GmbH und der HANNOVER LEASING GmbH & Co. KG gegründet wurde. Der Komplex mit rund 49.000 Quadratmetern oberirdischer und 16.300 Quadratmetern unterirdischer Bruttogeschossfläche besteht aus zwei Baukörpern. Bis zu sechs Stockwerke umfasst das 170 Meter breite und 68 Meter lange Justizgebäude. Es bildet einen Riegel zur Straße hin und wird die Arbeitsstätte aller in Wiesbaden ansässigen Gerichte und der Staatsanwaltschaft mit ihren rund 550 Bediensteten. Ein Quartiersboulevard wird das dahinter liegende maximal fünfstöckige Verwaltungsgebäude erschließen. Hier werden das Amt für Soziale Arbeit und weitere städtische Behörden mit insgesamt 600 Arbeitsplätzen untergebracht. Nach dem Willen des Architekturbüros KSP Engel und Zimmermann Architekten wird das Gebäudeensemble ein wichtiger Baustein für die Neuordnung des heterogenen städtebaulichen Raumes im südöstlichen Umfeld des Wiesbadener Hauptbahnhofs. Im Auftrag der Bilfinger Berger Niederlassung Hochbau Frankfurt liefert die CEMEX Deutschland AG für das Projekt sowohl Betonfertigteile als auch Transportbeton.

Im Auftrag von Bilfinger Berger Niederlassung Hochbau Frankfurt liefert die CEMEX Deutschland AG Betonfertigteile und Transportbeton auf die Großbaustelle an der Mainzer Straße

Die CEMEX Beton-Bauteile GmbH, Tochterunternehmen der CEMEX Deutschland AG, produzierte seit vergangenem Oktober 5.000 Quadratmeter wasserundurchlässige Doppelwandelemente für die Außenwände der Untergeschosse beider Blöcke. Auch in einer durchlaufenden 160 Meter langen Innenwand des Verwaltungsgebäudes kommen Betonfertigteile zum Tragen.

Jürgen Stroh, Vertriebsinnendienstmitarbeiter im Werk Bischofsheim der CEMEX Beton-Bauteile GmbH: „Unser Auftraggeber hat Doppelwände gewählt, weil sie schnell und wirtschaftlich einzubauen sind. Es ist hinsichtlich der Bodenplatte und der Wände ein statisch anspruchsvolles Objekt. Besonders beim Verwaltungsgebäude werden über die Erdgeschossstützen sehr starke Punktlasten in die Wände übertragen.“

30 Zentimeter dick sind die Betonfertigteile aus Beton C 30/37 insgesamt, und die Stärke der beiden mit Gitterträgern verbundenen Schalen beträgt je 6 Zentimeter. Die Bauteile sind 3 Meter breit – und mit 4 bis 5 Metern überhoch. Um sie beim Drehen aus der seitlichen Transportposition auf dem Tieflader in die aufrechte Montageposition vor Beschädigung schützen und extreme Lastzustände zu vermeiden, stellt die CEMEX Beton-Bauteile GmbH ein spezielles Drehgestell für das Aufrichten von überhohen Wänden zur Verfügung. Zusätzlich dienen Stapelgestelle vor Ort als Zwischenlager und ermöglichen Bilfinger Berger gemeinsam mit den bedarfsgerechten Just-in-time-Lieferungen der CEMEX Beton-Bauteile GmbH eine konstante Montageleistung. Deren Spediteure benötigen vom Fertigteilwerk Bischofsheim aus nur 15 Fahrminuten bis zur Baustelle in der Wiesbadener Innenstadt.

Die Betonfertigteile sind 3 Meter breit und mit bis zu 5 Metern überhoch. Mit einem Drehgestell werden die Betonfertigteile aus der seitlichen Transportposition in die aufrechte Montageposition gebracht

Durch eine spezielle Betonzusammensetzung zeigen die Fertigteile porenarme Oberflächen. Die Doppelwandelemente bestehen aus Beton der Konsistenzklasse F4, Größtkorn 16 Millimeter, und wurden bis zu einer Höhe von 4 Metern in der „Schütteltechnik“ hergestellt. Das bedeutet auch, dass nach 8 Stunden in die zweite Schale eingewendet, nach 18 Stunden ausgelagert, normgemäß nachbehandelt und ausgeliefert wurde. Mit dem speziell für Fertigteile geeigneten Zusatzmittel ISOLA BV/FM 86/8 von CEMEX Admixtures stellten die Betontechnologen die Konsistenz und die relativ frühe Festigkeit ein.

„Für CEMEX ist das eine besondere Baustelle“, betont Vertriebsinnendienstmitarbeiter Jürgen Stroh. „Wir sind stolz, dass wir als ein in Rhein-Main ansässiger Lieferant an dieser Großbaustelle beteiligt sind. Hier entsteht ja so etwas wie ein neues Tor zur Landeshauptstadt Wiesbaden. Natürlich freut es uns auch, dass wir bei einem so großen Projekt Transportbeton und Betonfertigteile im Paket liefern dürfen.“

Die Lieferung der Fertigteile ist inzwischen so gut wie abgeschlossen, nicht so aber die des zweiten Produkts im Paket: Noch bis Ende 2008 wird die Großbaustelle die Transportbeton-Werkgruppe Wiesbaden von CEMEX Deutschland beschäftigen. Sie stellt in Liefergemeinschaft mit einem weiteren Partner die Versorgung des Neubaukomplexes mit insgesamt 44.000 Kubikmetern Ortbeton sicher. CEMEX Deutschland beliefert den Rohbau des Verwaltungsgebäudes mit Betonen der Festigkeitsklassen C 8/10 bis C 50/60.

Die Baustelle fordert eine Betontechnologie auf dem neuesten Stand: Neben Betonen der Konsistenzklasse F1 kommen auch solche der Konsistenzklassen F4 und F5 mit PCE-Hochleistungsverflüssigern zum Einsatz. Die Rezepturen stimmen das Prüflabor des Bauunternehmens und die Liefergemeinschaft ab. Auf der Seite von CEMEX Deutschland zeichnet dafür Claus Bottmann, Quality Leader CEMEX Rhein-Main, verantwortlich. Da die Baustelle ganzjährig beliefert wird, entwickelte er Winter- und Sommerrezepturen. Das Prüfalter lag je nach Festigkeitsklasse bei 28, 56 oder 90 Tagen. Für die Festigkeitsklassen ab C 35/45 verwendete der Betontechnologe das Polycarboxylat ISOLA aaton MS von CEMEX Admixtures. Auch in Beton für Hallenböden kam dieses Zusatzmittel zur Anwendung, und nach maschinellem Glätten zeigen die Oberflächen die geforderte sehr gute Qualität.

Die Außenwände der Untergeschosse bestehen aus wasserundurchlässigen Doppelwandelementen der CEMEX Beton-Bauteile GmbH.

Den Beton für Bodenplattenabschnitte von bis zu 1.000 Kubikmetern lieferte CEMEX Deutschland aus den Werken Wiesbaden-Schierstein und Gustavsburg im Tagesgeschäft in die Wiesbadener Innenstadt. Da das Umfeld der Baustelle zum Teil auch Wohngebiet ist, wird im Einschichtbetrieb von 7 bis 17 Uhr gearbeitet. Um das Justiz- und Verwaltungszentrum herum entsteht eine neue Infrastruktur und die Anfahrt der Baustelle ist nicht immer einfach. Auch nutzen alle Lieferanten die selbe Baustraße zwischen den beiden Blöcken – und in Spitzenzeiten steuern allein bis zu einhundert Transportmischer täglich die Baustelle an. Doch eine ausgereifte Baustellenlogistik sorgt dafür, dass es hier kaum zu Verkehrsstaus kommt.

Das neue Justiz- und Verwaltungszentrum in Wiesbaden zählt zu den bundesweit größten PPP-Projekten. Neben den öffentliche Kooperationspartnern Land Hessen und Landeshauptstadt Wiesbaden sowie der privaten Bauherrin HeWiPPP GmbH & Co. KG sind noch weitere Partner beteiligt: Die Finanzierung wird von der Helaba Landesbank Hessen-Thüringen sichergestellt und im Konzernverbund von der OFB Projektentwicklung GmbH als Projektentwickler sowie der HANNOVER LEASING GmbH & Co. KG als Fondsinitiator realisiert. Generalübernehmer ist Bilfinger Berger, und die HSG Technischer Service GmbH wird nach der Fertigstellung des Komplexes im Herbst 2009 für dreißig Jahre die Gebäudebewirtschaftung und Instandsetzung übernehmen.


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CEMEX Deutschland AG
Dr. Helmut Littek
Daniel-Goldbach-Str.25
40880 Ratingen
 

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