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Montagestützweite: 5,45 Meter
Da Montagejoche nicht eingesetzt werden durften, schlug die CEMEX Beton-Bauteile GmbH für einen Brückenbau auf dem Frankfurter Messegelände eine unterstützungsfreie Konstruktion vor
Wie wirtschaftlich der Einbau einer Elementdecke ist, das hängt unter anderem davon ab, wie viele Montageunterstützungen nötig sind: Je weniger, desto günstiger. Bei einer Höckerdecke wird der Obergurt der Fertigteilplatte von aufbetonierten Betonstegen oder „Höckern“ verstärkt. Sie erhöhen die Montagesteifigkeit, übernehmen zusammen mit den Gitterträgern während des Einbaus die tragende Funktion und übertragen die Druckkräfte. Das von der Filigran Trägersysteme GmbH & Co., Leese, entwickelte System erlaubt je nach Deckendicke und Bewehrung unterstützungsfreie Spannweiten von bis zu 6 Metern. Bei entsprechender Planung lässt sich ganz auf Montagejoche verzichten. Diesen Vorteil spielte das System jetzt auch beim Neubau „Via Mobile“ auf dem weltweit drittgrößten Messegelände in Frankfurt am Main aus.
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Brückenschlag in acht Metern Höhe zwischen den Messehallen 9 und 11. Die vorgespannten Fertigteilunterzüge bringen es auf je 50 Tonnen. |
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Im Auftrag der Messe Frankfurt GmbH errichtet die Adam Hörnig Baugesellschaft mbH & Co. KG aus Aschaffenburg ein Portalhaus als westliches Eingangsgebäude und Verbindungsgänge zwischen verschiedenen Gebäuden. Bei der 37 Meter langen Verbindung zwischen der Halle 9 und der neuen Messehalle 11 allerdings standen die Planer und Ausführenden vor einem Problem.
Trotz einer lichten Breite von immerhin 5,40 Metern zwischen den Randunterzügen war eine Montageunterstützung der Deckenelemente völlig ausgeschlossen: Unter der Fahrbahn liegt an dieser Stelle ein Löschwasserbecken, das nicht belastet werden darf. Zudem hatte der Verkehrsweg zwischen den Hallen für Fahrzeuge von Ausstellern und für den Baustellenverkehr permanent frei zu bleiben. Da der Verbindungsgang später der Auflast von Staplern standhalten muss, war eine Stoßbewehrung über den Plattenstößen angezeigt. Auch sollte sich ein Druckplattenanschluss der Fertigteilträger herstellen lassen.
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Ein Betonstreifen verstärkt den Obergurt: Die Höckerdecke ist eine Fertigplatte mit statisch mitwirkender Ortbetonschicht nach DIN 1045. |
Die Betonfertigteilexperten vom Werk Neuendorf der CEMEX Beton-Bauteile GmbH fanden eine konstruktiv hochwertige und wirtschaftlich effiziente Lösung. „Die Filigran-Höckerdecke erlaubte den Einbau der Querbewehrung am Plattenstoß und den Einbau der Anschlussbewehrung an die Fertigteilunterzüge“, erklärt Oswald Desch, der Leiter des technischen Büros. „Die hier ausgeführte Höckerdecke ist 27 Zentimeter stark und bringt es auf eine zulässige Montagestützweite von 5,45 Metern.“ Die Betonwerker fertigten die Bauteile aus einem Beton der Güte C 30/37 und stellten die Betondeckung auf 3,0 Zentimeter ein. Die Höcker formten sie ebenfalls im Werk mit Streckmetall als verlorene Schalung. Es war das erste Mal, dass die CEMEX Beton-Bauteile GmbH eine Höckerdecke plante und herstellte: für das Unternehmen eine Premiere.
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Die zulässige Montagestützweite der hier eingebauten Höckerdecke beträgt 5,45 Meter. |
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„Der entscheidende Vorteil der Höckerdecke ist es, dass sich damit große Spannweiten unterstützungsfrei herstellen lassen“, so Oswald Desch. „Auch der Einbau lief reibungslos. Wir sind von den Eigenschaften der Höckerdecke völlig überzeugt und werden das System unseren Kunden auch künftig anbieten. Der nächste Einsatz einer Höckerdecke ist schon bei uns in Planung.“
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