|
Kieswerk spendet für Kerkener Kinder
Tombola-Erlös vom „Erweiterungsfest“ im Kieswerk Stenden der CEMEX Kies & Splitt GmbH kommt integrativen Kindergärten zu Gute
Am 11. Oktober übereichten Vertreter des Unternehmens je einen Scheck über 500 Euro an die beiden Kindertagesstätten der Lebenshilfe Gelderland GmbH. Die Leiterin des Kindergartens „Drachenschnur“ Menne Geiten wird die Spende nutzen, um neue Dreiräder und Laufräder anzuschaffen. Simone Wiefels, Leiterin des Kindergartens „Klatschmohn“, kauft damit Spielzeug für die Kindergruppe der bis zu Dreijährigen.
Der Quarzkiestagebau in Stenden, einer Ortschaft der Gemeinde Kerken (Kreis Kleve), wird seit diesem Sommer um 44 Hektar vergrößert. Gemeinsam mit Vertretern von Politik und Verwaltung, am Genehmigungsverfahren beteiligten Behörden und den von der Erweiterung betroffenen Grundstückseigentümern hatte die Betreibergesellschaft am 10. August 2007 den Beginn der Rohstoffgewinnung in dem Erweiterungsgebiet östlich des bestehenden Kiessees gefeiert. Abends waren alle Stendener Bürger zu einem „Volksfest“ eingeladen. Das Unternehmen empfing über 700 Gäste und Mitarbeiter auf dem Betriebsgelände am Mühlenweg, von denen sich viele an der Tombola für den guten Zweck beteiligten.
 |
Scheckübergabe im Kindergarten „Klatschmohn“ in Kerken-Stenden: Jürgen Tarter, Projektleiter NRW der Abteilung Lagerstätten, Genehmigungen, Umweltschutz der CEMEX Deutschland AG, die Kindergartenleiterinnen Menne Geiten und Simone Wiefels sowie Werksleiter Stefan Lubjuhn (hintere Reihe von links) |
Altsee und Osterweiterung messen zusammen 119 Hektar. Ende August haben die Kieswerksmitarbeiter die Rohstoffgewinnung auf dem Erweiterungsgelände aufgenommen. Im Rahmen eines bergrechtlichen Planfeststellungsverfahrens hatte die CEMEX Deutschland AG, Muttergesellschaft der CEMEX Kies & Splitt GmbH, 2006 die Genehmigung erhalten, den Quarzkiestagebau auszudehnen. Der Nutzungszeitraum umfasst 22 Jahre, wovon zwei für den Rückbau und Rekultivierungen vorgesehen sind. Gemeinsam mit dem Rat der Gemeinde haben die Betreiber ein Konzept für eine einvernehmliche Gestaltung der Erweiterung entwickelt.
Im Kieswerk Stenden sind acht Mitarbeiter fest beschäftigt, zusätzlich bestehen rund vierzig Folgearbeitsplätze in Handwerksbetrieben und Transportunternehmen. Die jährlich geförderte Rohstoffmenge wird nach Einschätzung von CEMEX Deutschland in Abhängigkeit von der Konjunktur ca. 600.000 Tonnen betragen. 60 bis 90 LKW pro Tag werden die Rohstoffe ohne den Ort zu durchfahren über die Bundesstraße B 9 und weiter über die nahe Autobahn A 40 abtransportieren.
Zur Pfarrkirche St. Thomas, von den Stendenern liebevoll ihr „Dom“ genannt, hält die Osterweiterung einen Sicherheitsabstand von 100 Metern ein. In einem von CEMEX Deutschland 2005 freiwillig in Auftrag gegebenen Standsicherheitsgutachten kamen die Fachleute des Geologischen Dienstes NRW zu dem Ergebnis, dass der Kiesabbau die Standsicherheit des neuromanischen Bauwerks zu keiner Zeit gefährden wird.
In Vorbereitung der Erweiterung standen für das Unternehmen umfassende Investitionen an. Zu den Kosten des Genehmigungsverfahren und des Erwerbs der Abgrabungsgrundstücke kamen Aufwendungen für technische Umbauarbeiten im Werk und für die Erschließung. Für 2008 plant das Unternehmen die Anschaffung eines neuen Schwimmgreifers. Auch wird zwischen der neuen Seefläche und dem Werk eine ein Kilometer lange Bandstraße eingerichtet, die den Kies umweltschonend zur Aufbereitungsanlage transportieren wird. Die Investitionskosten belaufen sich auf rund 12 Millionen Euro.
Als Rekultivierungsziel und Folgenutzung gibt die Genehmigung den Kieswerksbetreibern den Arten- und Biotopschutz vor. Möglichst zeitnah und bereits parallel zur aktiven Rohstoffgewinnung wird CEMEX Deutschland die Rekultivierungsarbeiten auf der Erweiterungsfläche aufnehmen. Die für Wasservögel wichtige Freiwasserfläche wird im Endstadium des Abbaus eine Größe von mehr als 283.000 Quadratmetern erreichen.
|