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Immelborn: Verkehrsminister eröffnet Bahnverladung
Der thüringische Verkehrsminister Andreas Trautvetter belud im Kieswerk Immelborn per Knopfdruck den ersten Kieszug mit Werrakies.
Am 18. Mai 2007 gab der thüringische Verkehrsminister Andreas Trautvetter (CDU) per Knopfdruck offiziell die Bahnverladung des Kieswerks Immelborn frei. Die Kieswerksbetreiber nahmen damit den Bahntransport wieder in Betrieb, der seit 1997 geruht hatte. Ab dem laufenden Jahr werden regelmäßig Kieszüge aus dem südthüringischen Werk durch das Werratal und weiter in Richtung Berlin rollen. Bei der Eröffnungszeremonie waren der Landrat des Wartburgkreises Reinhard Krebs und die Immelborner Bürgermeisterin Silvia Matern zugegen. Verkehrsminister Trautvetter sprach zum aktuellen Projekt der Bahnverladung des Kieswerks Immelborn und zum Güterverkehr in Thüringen.
| Dr. Stephan Brock und Verkehrsminister Andreas Trautvetter geben offiziell die Bahnverladung des Kieswerks Immelborn frei. |
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Die Betreibergesellschaft Kieswerk GmbH & Co. Immelborn Betriebs-KG ist eine Beteiligungsgesellschaft der CEMEX Deutschland AG, Ratingen, und der Hermann Kirchner Bauunternehmung GmbH, Bad Hersfeld. Dr. Stephan Brock, der Vorstandsvorsitzende der CEMEX Deutschland AG, stellte sein Unternehmen vor: „Die CEMEX Deutschland AG gehört zum weltweit operierenden Baustoffhersteller CEMEX. Unsere Hauptprodukte sind die Mineralischen Rohstoffe Kies, Sand und Splitt, Zement, Transportbeton und Beton-Bauteile.“ Er betonte die strategische Bedeutung der Wiederaufnahme der Bahnverladung für die Kiesversorgung des Großraums Berlin.
Mit der Bahnverladung wollen die Betreiber des Kieswerks, eines der größten im Raum Südthüringen, langfristig das Absatzpotenzial ihres Werrakieses stärken. Wie alle Betriebe zur Gewinnung Mineralischer Rohstoffe ist auch der in Immelborn absolut ortsgebunden, und kann durch die Bahntransporte mit seinen Produkten auch weiter entfernte Kunden und Märkte erreichen.
„Mit den Transporten nach Berlin wollen wir auch die Rohstoff-Eigenversorgung von CEMEX Deutschland stärken. Unser Abnehmer in Berlin ist die CEMEX Kies & Splitt GmbH“, erklärte Dirk Schulze, Geschäftsführer der Kieswerk GmbH & Co. Immelborn Betriebs-KG und zugleich Gebietsleiter Mineralische Rohstoffe Süd-Ost von CEMEX Deutschland. „Ein weiterer Grund für die Wiederaufnahme unserer Bahnverladung ist, dass der Transport über die Schiene umweltverträglicher ist als per LKW und wir einen grundsätzlichen Beitrag zum Eisenbahngüterverkehr im Werratal leisten können.“ Karl Wuchert, gemeinsam mit Dirk Schulze Geschäftsführer der Kieswerk GmbH & Co. Immelborn Betriebs-KG, sprach zur Historie des Werks.
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Dirk Schulze, Geschäftsführer der Kieswerk GmbH & Co. Immelborn Betriebs-KG und zugleich Gebietsleiter Mineralische Rohstoffe Süd-Ost von CEMEX Deutschland. |
Die Gleisanlagen des Kieswerks umfassen 1.900 Meter. Sie binden mit der Weiche 4 auf dem Gelände des Bahnhofs Immelborn in das Gleisnetz der Deutschen Bahn ein. Die Immelborner Anschlussbahn besteht seit Mitte der 1960er Jahre. Die Bahnverladung hatte in den vergangenen Jahren geruht, die Trassenverbindung war jedoch durchgehend erhalten geblieben.
Bevor sie 2006 erste Probezüge einsetzen konnten, standen für die Kieswerksbetreiber umfangreiche Investitionen an. Sie ließen die komplette Gleisanlage aufarbeiten und auf 300 Metern instand setzen. Den Rangierbetrieb auf der Anschlussbahn des Kieswerks übernehmen speziell ausgebildete Mitarbeiter mit einer werkseigenen Diesellok vom Typ V 22 und einem Elektroschubfahrzeug. Der Landesbeauftragte für Bahnaufsicht des Freistaates Thüringen unterzog die Anschlussbahnanlagen einschließlich der beiden Fahrzeuge vor der Wiederaufnahme der Bahnverladung einer eisenbahntechnischen Prüfung.
Zur Beladung der Züge richteten die Kieswerksbetreiber eigens eine Rückverladestation mit einer Kapazität von 250 Tonnen pro Stunde ein. Ein Ganzzug, bestehend aus dreißig Waggons, wird innerhalb eines Tages beladen. Bei einer Abfahrt im Werk Immelborn um 18 Uhr bewältigt ein Kieszug die 380 Kilometer nach Berlin fahrplanmäßig bis 6 Uhr morgens. Am Zielbahnhof Berlin-Westhafen werden die Schieber der Selbstentladewaggons vom Typ Facs geöffnet, und das Transportgut gleitet über Rutschen hinaus.
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Das Kieswerk richtete eine Rückverladestation mit einer Kapazität von 250 Tonnen pro Stunde ein. Dreißig Waggons vom Typ Facs werden innerhalb eines Tages beladen. |
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Die Kieswerk GmbH & Co. Immelborn Betriebs-KG mit den Werken Immelborn und Breitungen hat 1964 den Betrieb aufgenommen. Die Mitarbeiter gewinnen hier Kies im Nassabbau mittels eines Schwimmgreifbaggers. Eine Schwimm- und Landbandanlage transportiert den Rohkies in die Aufbereitungsanlage, wo ihn Siebmaschinen und Brecher in die verschiedenen Kornfraktionen zerlegen. Mit einer Dosiereinrichtung können die Mitarbeiter spezifischen Kundenwünschen nachkommen. Die Kieslagerstätte in Immelborn besteht aus eiszeitlichen, von der Werra abgelagerten Kiesen und Sanden. Durchschnittlich betragen die Rohstoffmächtigkeiten 25 Meter.
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