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Höhenretter trainieren im Sandsilo
Berliner Berufsfeuerwehr stellt im CEMEX-Werk Sophienwerderweg die Rettung zweier Unfallopfer nach / Höhenretter bergen Person aus Schüttgut
Gemeinsam mit dem Höhenrettungsdienst der Berliner Berufsfeuerwehr und einem Notarzt führten die Einsatzkräfte der Wache Spandau-Nord am Samstag, den 15. September 2007, eine komplexe Rettungsübung durch. Das Unfallszenario auf dem CEMEX-Gelände Sophienwerderweg: Zwei Werksmitarbeiter – in der Übung dargestellt von Dummys – nehmen an einem zu zwei Dritteln mit Sand gefüllten 100-Tonnen-Silo Wartungsarbeiten vor. Dabei stürzt eine Person vier Meter tief auf das Schüttgut, sinkt ein und kann sich aus eigener Kraft nicht befreien. Der zweiten Person gelingt es zwar noch, Hilfe zu alarmieren, doch dann hat auch sie einen Unfall und verliert oben auf dem Silo das Bewusstsein.
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Das Höhenrettungsteam der Berliner Berufsfeuerwehr im (Übungs-)Einsatz. |
Der Zugführer der Feuerwehr erkundete zunächst die Lage und hielt dabei Funkkontakt mit den Kollegen. Nach und nach trafen weitere Einsatzkräfte ein und brachten die notwendige Ausrüstung zu den Verunfallten. Die ohnmächtige Person transportierten sie auf einer Bahre nach unten, die sie am Korb einer Drehleiter befestigten. Da die im Silo verschüttete Person laut Übungsfiktion anfing zu frieren, bauten die Feuerwehrleute 3.000-Watt-Scheinwerfer mit großer Wärmeabstrahlung auf. Der Notarzt nahm eine erste medizinische Versorgung vor. Dann errichteten die Einsatzkräfte einen Schutzkasten, der verhindert, dass Material beim Herausziehen der Person nachrutscht und sie weiter festhält – eine unverzichtbare Vorkehrung, um zu vermeiden, dass das Unfallopfer beim Herausziehen tödliche Verletzungen erleidet und buchstäblich zerreißt. Die Einsatzkräfte schaufelten den Verunfallten frei und schnallten ihn auf eine halbschalenförmige Trage. Mittels eines Systems von Seilen und Flaschenzügen hievten die Höhenretter die Person aus dem Silo und ließen sie in senkrechter Haltung an dessen Außenseite nach unten.
| Übung mit einem Dummy: Die Feuerwehrleute errichten einen Schutzkasten um das „Unfallopfer“, um ein Nachrutschen von Schüttgut zu verhindern. |
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In der ersten Nachbesprechung noch auf dem Werksgelände betonte Brandamtmann Harald Noack, wie zufrieden er sei, dass sein Team lediglich zwei Stunden für die reine Rettung benötigt und eine derart große Ruhe bewahrt habe.
Marcel Busch, Gebietsleiter Elbe-Spree der CEMEX Kies & Splitt GmbH, erklärt: „Vor etwa drei Monaten hat die Feuerwehr auf unserem Gelände eine Wasserrettungsübung durchgeführt. Zur Vorbereitung hatte sich die Einsatzleitung die Örtlichkeiten angesehen und erwähnt, dass die Feuerwehrleute selten Gelegenheit haben, die Rettung aus einem Silo zu trainieren. Wir haben natürlich gern einen Termin gemacht und unser Werk zur Verfügung gestellt. Eine solche Übung ist wertvoll für beide Seiten.“
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Das Silo bildet mit neun weiteren eine Batterie, umgeben von einem Gerüst und eingehaust von einem gemeinsamen Dach und Seitenwänden. Die Einsatzkräfte mussten auf engstem Raum agieren. |
Neben den Mitarbeitern des Standorts Sophienwerderweg und einer Reihe von Werksleitern der CEMEX Kies & Splitt GmbH aus dem Gebiet Elbe-Spree sahen sich die Werksgruppenleiter des Transportbetongebiets Berlin-Leipzig der CEMEX Deutschland AG die Übung an. Marcel Busch meint: „Auch wir haben etwas aus dieser Übung gelernt: Es ist sicherlich schwierig für einen Mitarbeiter, in einer solchen Extremsituation trotz bestehender Vorgaben richtig zu reagieren. Wir werden an allen unseren Siloanlagen zusätzlich Schilder mit Verhaltensvorschriften für den Notfall anbringen.“
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