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Grund zum Feiern im Rheinkieswerk Stenden

Quarzkiestagebau in Kerken (Kreis Kleve) wird um 44 Hektar vergrößert – CEMEX Deutschland AG empfängt Politik, Behörden und Bürger zu „Erweiterungsfeier“

Gemeinsam mit Vertretern von Politik und Verwaltung, am Genehmigungsverfahren beteiligten Behörden sowie den von der Erweiterung betroffenen Grundstückseigentümern feierte die CEMEX Deutschland AG am 10. August 2007 den Beginn der Rohstoffgewinnung in dem Erweiterungsgebiet östlich des bestehenden Kiessees in Stenden, einer Ortschaft der Gemeinde Kerken.

Der Kerkener Bürgermeister Willi Geurtz blickte auf die gute Zusammenarbeit zwischen Gemeinde und Unternehmen zurück und beschrieb den Weg hin zur Ausweisung der Erweiterung im Gebietsentwicklungsplan. Der Vorstandsvorsitzende der CEMEX Deutschland AG Dr. Stephan Brock stellte das Unternehmen vor und sprach zum Thema Nachhaltigkeit. Thomas Blau, Gebietsleiter Mineralische Rohstoffe NRW der CEMEX Kies & Splitt GmbH, einer Tochter der CEMEX Deutschland AG, erläuterte das technische Konzept der Rohstoffgewinnung, und Jürgen Tarter, Projektleiter NRW der Abteilung Lagerstätten, Genehmigungen, Umweltschutz (LGU) der CEMEX Deutschland AG, informierte über das Genehmigungsverfahren und die geplante Rekultivierung. Im Rahmen der Veranstaltung wurde auch der von CEMEX neu gestaltete „Sitzplatz am Roosenweg“ eingeweiht: Den Aussichtspunkt mit Blick auf den Kiessee hat die Betreibergesellschaft auf Wunsch der Ortsbauernschaft des Ortsteils Rahm angelegt. Abends waren dann alle Stendener Bürger zu einem „Volksfest“ eingeladen, das Unternehmen empfing über 700 Gäste und Mitarbeiter auf dem Betriebsgelände am Mühlenweg.

 

Einweihung des von CEMEX Deutschland gestalteten Aussichtspunkts: Bürgermeister Willi Geurtz, Thomas Blau, Gebietsleiter Mineralische Rohstoffe NRW der CEMEX Kies & Splitt GmbH, der Vorstandsvorsitzende der CEMEX Deutschland AG Dr. Stephan Brock, und Jürgen Tarter, Projektleiter NRW der Abteilung LGU der CEMEX Deutschland AG (4.-1. v. r.)

„Die Erweiterung ist für uns umso mehr ein Grund zum Feiern, da eine entsprechende Genehmigung heute nicht selbstverständlich und an strenge Auflagen geknüpft ist“, erklärt Jürgen Tarter. „Mit dem Fest wollen wir uns bei den Stendener Bürgern bedanken, die während der notwendigen Umbauarbeiten viel Geduld mit uns hatten und mit denen seit Jahren ein gutes entspanntes Verhältnis besteht. Gemeinsam mit dem Rat der Gemeinde Kerken hat unser Unternehmen ein Konzept für eine einvernehmliche Gestaltung der Erweiterung entwickelt.“

Altsee und Osterweiterung zusammen messen 119 Hektar, wovon 44 Hektar auf das Erweiterungsgelände fallen. Ende August beginnen die Kieswerksmitarbeiter mit einer ersten von sechs Abbauphasen im südöstlichen Teilbereich des Erweiterungsgeländes. Im Rahmen eines bergrechtlichen Planfeststellungsverfahrens hatte die CEMEX Deutschland AG am 20. Juli 2006 die Genehmigung erhalten, den Quarzkiestagebau in östlicher Richtung auszudehnen. Der Nutzungszeitraum umfasst 22 Jahre, wovon zwei für den Rückbau und Rekultivierungen vorgesehen sind.

Das Ziel der CEMEX ist es, die Versorgung der Baustoffindustrie mit Kies und Sand sicherzustellen, den erforderlichen Zuschlagstoffen für Beton und Mörtel; auch die Feuerfestindustrie ist auf die mineralischen Rohstoffe angewiesen. Nicht zuletzt will CEMEX die Eigenversorgung ihrer bundesweit rund 180 Transportbetonwerke gewährleisten. Beim Erwerb der Grundstücke hat das Unternehmen den Druck der Mitbewerber durchaus gespürt, denn der bestehende Regionalplan weist nur wenige Gebiete als Abgrabungsflächen aus.

Im Kieswerk Stenden sind acht feste Mitarbeiter beschäftigt, zusätzlich bestehen rund vierzig Folgearbeitsplätze in Elektro- und Schlosserbetrieben, bei Garten-, Landschafts-, Erdbau- und Transportunternehmen. Die jährlich geförderte Rohstoffmenge wird nach Einschätzung von CEMEX in Abhängigkeit von der Konjunktur ca. 600.000 Tonnen betragen. 60 bis 90 LKW pro Tag werden die Rohstoffe ohne den Ort zu durchfahren über die Bundesstraße B 9 und weiter über die nahe Autobahn A 40 abtransportieren. Die Lagerstätte weist im Mittel eine Mächtigkeit von 25 Metern auf. Nicht im gesamten genehmigten Bereich wird Kies gewonnen werden: Oberboden und Abraum werden auf lediglich 37 Hektar entfernt, die übrigen 7 Hektar sind reserviert für Flächen, die vorgegebene Abstände herstellen. Die offene Wasserfläche wird 32 Hektar ausmachen. Etwa eine Million Kubikmeter Abraum und Oberboden müssen die Kieswerksmitarbeiter bewegen, bevor sie an die mineralischen Rohstoffe gelangen.

Der Informations-Kasten am "Sitzplatz am Roosenweg"  

Zur Kirche St. Thomas, von den Stendenern liebevoll ihr „Dom“ genannt, hält die Osterweiterung einen Sicherheitsabstand von 100 Metern ein. In einem von CEMEX 2005 freiwillig in Auftrag gegebenen Standsicherheitsgutachten kamen die Fachleute des Geologischen Dienstes NRW zu dem Ergebnis, dass die Druckentlastung der Bodenschichten infolge des geplanten Kiesabbaus nur unbedeutende Horizontal- und Vertikalverformungen hervorrufen wird. Die Standsicherheit des neuromanischen Bauwerks ist zu keiner Zeit gefährdet. Zur Dorfstraße ist ein Abstand von 150 Metern, zur B 9 ein Abstand von 20 Metern einzuhalten.

Das Genehmigungsverfahren schloss einen Gebietsentwicklungsplan-Flächentausch ein: Da im ursprünglich ausgewiesenen Abgrabungsbereich Bauten wie eine alte Mühle, ein Bauernhof und die Hauptzufahrt nach Stenden liegen, verschob sich auf Antrag von CEMEX die Abgrabungsfläche weiter nach Osten. Die von CEMEX zusätzlich zu erbringende Umweltverträglichkeitsstudie stellte bei der Untersuchung der Flächen auf Kulturgüter keine Bodendenkmäler fest.

In Vorbereitung der Erweiterung standen für das Unternehmen umfassende Investitionen an. Zu den Kosten für das Genehmigungsverfahren und den Erwerb der Abgrabungsgrundstücke kamen Investitionen in technische Umbauarbeiten im Werk und in die Erschließung. So verbindet ein Tunnelbauwerk, die „Unterquerung Mühlenweg“, die östliche Erweitung mit der bestehenden Anlage. Weiter wurde die Fahrbahndecke des Mühlenweges zum Zweck des Lärmschutzes für die direkten Anlieger erneuert. Für 2008 plant das Unternehmen die Anschaffung eines neuen Schwimmgreifers. Auch wird zwischen der neuen Seefläche und dem Werk eine ein Kilometer lange Bandstraße eingerichtet, die den Kies umweltschonend vom Erweiterungsgelände zur Aufbereitungsanlage transportieren wird. Die Investitionskosten belaufen sich auf rund 12 Millionen Euro.

Als Rekultivierungsziel und Folgenutzung gibt die Genehmigung den Kieswerksbetreibern den Arten- und Biotopschutz vor. Möglichst zeitnah und bereits parallel zur aktiven Rohstoffgewinnung wird CEMEX Deutschland die Rekultivierungsarbeiten auf der Erweiterungsfläche aufnehmen. Das Unternehmen wird Gehölzpflanzungen auf ca. 30.000 Quadratmetern sowie Baum- und Strauchhecken auf ca. 20.000 Quadratmetern anlegen lassen, Baumgruppen werden 560 Quadratmeter und Ufergehölze ca. 8.000 Quadratmeter einnehmen. Knapp 54.000 Quadratmeter werden ungestört der natürlichen Sukzession überlassen. Flachwasserzonen und temporäre Kleingewässer werden ca. 37.000 Quadratmeter umfassen. Die für Wasservögel wichtige Freiwasserfläche wird im Endstadium des Abbaus eine Größe von mehr als 283.000 Quadratmetern erreichen.


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Dr. Helmut Littek
Daniel-Goldbach-Str.25
40880 Ratingen
 

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