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füma stützt das Grüne Schloss

100-%-Verfüllung mittelalterlicher Untertagebaustätten bannt Einsturzgefährdung eines Renaissancebaus in Heroldsberg

Heroldsberg in Mittelfranken: Hier steht das Grüne Schloss, ein stattlicher dreigeschossiger Sandstein-Quaderbau, errichtet um 1560 als Sitz eines Nürnberger Adelsgeschlechts. In den vergangenen Jahren hatten Experten eine akute Gefährdung des Renaissancebau erkannt. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz und die öffentliche Hand beteiligten sich an verschiedenen Maßnahmen zur Standsicherung des historischen Bauwerks.

Seinen Namen verdankt das Grüne Schloss im mittelfränkischen Heroldsberg der Farbe seiner Fensterläden.

Zu einem Problem entwickelt hatte sich unter anderem die pragmatische Art der Rohstoffbeschaffung im 16. Jahrhundert: Als Standort des Schlosses wählten die Baumeister einen Geländesporn, der nach drei Seiten bis zu 30 Meter tief abfällt, und den Sandstein für das Bauwerk förderten sie in Untertagebaustätten direkt unterhalb des Schlosses. Minimale Stützweite bis zu dessen Fundamenten: 10 Meter. Diese Hohlräume beeinträchtigten mittlerweile die Standsicherheit der Außenmauern. „Sandstein erinnert sich, wo er herkommt, und dahin will er zurück“, fasst Erwin Schedl, Gebietsleiter Vertrieb der CEMEX Deutschland AG, die Problematik zusammen.

Das Bergamt Nordbayern urteilte nach bergmännischer Befahrung der alten Untertagebaustätten: Das Grüne Schloss ist sehr stark einstürzgefährdet, die Hohlräume müssen dauerhaft gefüllt werden. Der Schlossbesitzer und sein Planer, das Architekturbüro Ochs aus Pottenstein, entschieden sich gegen Vorschläge einer Verfüllung mit losem Material oder Magerbeton. Den Zuschlag erhielt eine wirtschaftliche Lösung, die die Bayreuther Eberhard Pöhner GmbH, ein Unternehmen der Ed. Züblin AG, gemeinsam mit den Baustofffachleuten der CEMEX Deutschland AG entwickelt hatte.

Eine City-Pumpe fördert den Verfüllbaustoff bis zu 120 Meter zum Einbauort im Berg.

füma ist ein feinkörniger Porenleichtbeton nach DIN 4164. Der fließfähige Verfüllbaustoff dringt bis in die letzte Ecke vor und füllt Hohlräume vollständig aus. Je nach Anforderung und Dichte erreicht füma Festigkeiten zwischen 1,0 und 8,0 N/mm². „Das Material ist sehr tragfähig, härtet dauerhaft aus und ist absolut volumenbeständig – all dies waren auch Forderungen des Bergamts Nordbayern“, erklärt Peter Glenk, Oberbauleiter der Eberhard Pöhner GmbH.

1.500 Kubikmeter füma lieferten die Mitarbeiter von CEMEX Deutschland überwiegend aus dem Transportbetonwerk Erlangen-Hafen zur Tiefbaustelle nach Heroldsberg. Die tägliche Einbauleistung lag bei etwa 400 Kubikmetern. Ein Mann reichte aus, um den Einbau zu beaufsichtigen, denn füma lässt sich auch über lange Stecken pumpen und verdichtet sich von selbst. Aus Platzgründen setzte CEMEX Deutschland die kleinste Pumpe im Sortiment ein: Eine leistungsfähige City-Pumpe, an deren Aggregat der Schlauch angeschlossen wurde, förderte den Verfüllbaustoff bis zu 120 Meter zum Einbauort im Berg.

Spezialist für Hohlraumverfüllungen: Der Porenleichtbeton füma trägt zur Baugrundsicherung bei.

Weil die verschiedenen Gänge der Untertagebaustätte auf verschiedenen Höhen liegen, stellte eine erste Verfüllung zunächst ein einheitliches Niveau her. Dann folgten drei umfangreichere Takte. Die Zugänge wurden abgeschalt: füma selbst verschließt die füma-Verfüllung. Verbliebene Dome oder Hochpunkte mit einem Volumen von etwa 100 Kubikmetern bohrten die Mitarbeiter der Bauunternehmung direkt von oben an und füllten sie mit füma auf.

Ergebnis: eine dauerhafte, hundertprozentige Verfüllung, die zum Erhalt des Grünen Schlosses beiträgt.


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