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Ein Betonmonolith unter dem Eis

CEMEX Deutschland versorgt Brokdorfer Eissporthalle in „Sternfahrt“ mit Transportbeton

Mit zurzeit knapp über 1.000 Einwohnern zählt die Gemeinde Brokdorf selbst im ländlich strukturierten Schleswig-Holstein eher zu den kleinen Kommunen. Dennoch verfügt der Ort, vor allem durch die Anti-Atomkraftdemonstrationen in den 1980er Jahren bekannt, über einen überdurchschnittlichen Wohnwert. Grund dafür ist die Investitionsfreude der Gemeindeverantwortlichen, die über die Gewerbesteuer-Einkünfte aus dem Kernkraftwerk am Ufer der Elbe für ihre Bürger das Beste machen. So entstanden in den vergangenen Jahren neben weitläufigen Wohn- und Industrieflächen nicht nur eine beeindruckende Mehrzweckhalle und ein Freizeitbad mit allem, was sich Bürger und Besucher nur wünschen können: Derzeit ist auch eine Eissporthalle im Bau, die schon bald ihre Pforten öffnen dürfte.

Eine Oberfläche wie geschmirgelt: Die 16 Stützen der Eissporthalle in Brokdorf bestehen aus sauber verarbeitetem Sichtbeton.

 

„Bevor mit dem eigentlichen Bau der Eishalle begonnen werden konnte, musste bis in eine Tiefe von 22 Metern gegründet werden“, erinnert sich der für die Betoneigenschaften verantwortliche Betontechnologe Friedrich Bahrs von der Niederlassung Gudendorf der CEMEX Deutschland AG. Der relativ weiche Boden der sogenannten Elbmarsch hätte die Last des Gebäudes allein niemals tragen können. So flossen etwa 2.000 Kubikmeter Beton der Güte C 25/30 in die Bohrpfähle, auf denen die künftige Eissporthalle sicher ruhen wird.

Das Gebäude selbst umfasst Technikräume am Kopfende der Halle, einen Besucherbereich mit Cafeteria, Umkleide- und Sozialräume und nicht zuletzt die Eislauffläche. Getragen wird die 2.100 Quadratmeter große Fläche von einem monolithischen Betonblock, auf dem wiederum die Kühlschlangen zur Eisproduktion ruhen. Ein den Betonblock umgebender Graben nimmt die Zuleitungen für die Kühlschlangen sowie die Wasserversorgung der Eisbahn auf und wird nach der Fertigstellung der Eisfläche unter dem Eis für die Augen der Besucher verborgen bleiben.

  Solide Basis für die künftige Eisbahn in Brokdorf ist eine insgesamt 2.100 m² große Betonplatte, die wiederum auf bis zu 22 m tief gegründeten Bohrpfählen ruht. Der „Graben“ neben der eigentlichen Eisbahn nimmt während des Betriebes die Zuleitungen für Kühlschlangen und Wasserleitungen auf.

Die eigentliche Sportanlage – errichtet von der ARGE „Eissporthalle Brokdorf“ aus Kähler-Hochbau, Hohenaspe, und Doose-Bau, Windbergen – besteht aus jeweils acht an den Längs-Außenseiten angeordneten, acht Meter hohen Sichtbetonstützen. Die Zwischenräume dieser an den Längsseiten angeordneten Stützen werden bis zu einer Höhe von ca. sechs Metern mit Kalksandsteinen ausgemauert. Ein umlaufendes Lichtband unter der abschließenden Gebäudedecke sorgt für ausreichende Helligkeit im Inneren der Halle.

Trotz unmittelbarer Nähe zum Elbdeich und dem ständig in unterschiedlicher Stärke wehenden Seewind war es bei der Betonage der Halle nicht erforderlich, die verbauten rund 2.000 Kubikmeter Beton der Qualitäten von C 8/10 bis C 35/45 besonders gegen den schädlichen Einfluss von Salz zu sichern: „Da die Halle von außen völlig verkleidet wird, hat die Salzluft hier absolut keine Chance“, weiß Betontechnologe Friedrich Bahrs. „Wir haben aus drei Werken gleichzeitig angeliefert. Da alle drei Werke in einer fast identischen Entfernung zur Baustelle liegen, glich unsere Belieferung fast einer Sternfahrt.“ Und so konnte die in fünf Abschnitte unterteilte Betonage innerhalb kürzester Zeit durchgeführt werden.

Schon bald erinnert nichts mehr an die Beton- und Bauarbeiten. Nur die marmorglatten Oberflächen der Sichtbetonstützen werden den Besuchern zeigen, dass Beton auch optisch durchaus etwas hermachen kann.


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Dr. Helmut Littek
Daniel-Goldbach-Str.25
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