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Düsseldorf: U-Bahn-Bau kommt in Fahrt
CEMEX Deutschland AG versorgt „Wehrhahn-Linie“ in Liefergemeinschaft mit 220.000 m³ Transportbeton / U-Bahnhöfe entstehen in Spezialbauweise „Düsseldorfer Deckel“
Ein ehrgeiziges Großprojekt im Untergrund der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt: Mit Hilfe modernster Tunnelbautechnik soll die 3,4 Kilometer lange neue U-Bahn-Strecke „Wehrhahn-Linie“ in nur sieben Jahren fertiggestellt sein. Dann steht den täglich mehr als 53.000 Fahrgästen eine schnellere Verbindung zwischen dem S-Bahnhof Wehrhahn und dem Bahnhof Bilk zur Verfügung – quer unter der Innenstadt hindurch. Neben sechs U-Bahnhöfen werden zwei oberirdische Haltestationen neu gebaut. Die Kosten in Höhe von 650,5 Mio. Euro tragen die Stadt Düsseldorf, das Land Nordrhein-Westfalen und der Bund.
220.000 Kubikmeter Transportbeton benötigen die Abteilungen Spezialtiefbau und Ingenieurbau der Bilfinger Berger Bau AG bis 2014 für Schlitzwände, Rampen und fünf der U-Bahnhöfe. Eine Liefergemeinschaft unter Federführung der CEMEX Deutschland AG übernimmt die Transportbetonversorgung. Hauptlieferwerk auf CEMEX-Seite ist Düsseldorf-Rath.
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Betonagebeginn am Graf-Adolf-Platz: Hier entsteht einer der neuen U-Bahnhöfe. Eine Strecke von bis zu 34 Metern im Rohr hat der Schlitzwandbeton ohne Entmischen zu überstehen. |
Zugunsten eines zügigen Baufortschritts werden die Arbeiten an verschiedenen Stellen im Stadtgebiet weitgehend gleichzeitig aufgenommen. Die Planer legen auch großen Wert darauf, die Störungen von Verkehr und Anwohnern zu minimieren. Bei Bau der neuen U-Bahnhöfe setzten sie das Verfahren „Düsseldorfer Deckel“ ein. Dank der innovativen Spezialbauweise wird die Fahrbahn nie komplett blockiert: Dem Autoverkehr, den Straßenbahnlinien und der Leitungsinfrastruktur steht je eine Hälfte der Straße zur Verfügung. Bagger öffnen zunächst eine Straßenseite, Schlitzwände werden an der äußeren Begrenzung des künftigen Stationsbauwerks bis in eine wassersperrende Bodenschicht ausgeführt. Sie stellen einen verformungsarmen und wasserdichten Verbau her. Zudem tragen die Schlitzwände gemeinsam mit Primärstützen einen Deckel, auf den wird der Verkehr umgelegt wird, bevor die Arbeiten auf der anderen Hälfte der Straße losgehen. Ist der Deckel auf beiden Straßenseiten komplett, gehen die Arbeiten im Untergrund weiter und der Ausbau des U-Bahnhofs beginnt – ohne Lärmbelästigung für die Anlieger.
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Bauprinzip der neuen U-Bahnhöfe mittels Schildvortrieb und Deckelbauweise. (Grafik: Amt für Verkehrsmanagement der Stadt Düsseldorf) |
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Im Juni haben die Spezialisten von Bilfinger Berger am Graf-Adolf-Platz die Bauarbeiten aufgenommen. Hier sind insgesamt 350 laufende Meter Schlitzwände herzustellen. Schlitzwandgreifer heben den Boden aus, und eine gleichzeitig eingefüllte Bentonitsuspension, eine stabilisierende Stützflüssigkeit, hält die Schlitze frei von Grundwasser und Erdreich. Der Beton wird dann im Kontraktorverfahren über ein Rohr auf die Sohle des Schlitzes geleitet. Der steigende Beton verdrängt das Bentonit, das abgepumpt wird.
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Der Blick aus der Luft verdeutlicht die zentrale City-Lage des Graf-Adolf-Platzes mit der Königsallee in unmittelbarer Nachbarschaft. (Foto: Vermessungs- und Katasteramt der Stadt Düsseldorf) |
Beim Schlitzwandbeton sind ein guter Zusammenhalt und ein gutes Fließverhalten gefragt: Eine Strecke von bis zu 34 Metern im Rohr hat er ohne Entmischen zu überstehen und muss die bis zu 6 Meter breiten, 80 Zentimeter starken Schlitze komplett ausfüllen. Die zuständigen Betontechnologen von Bilfinger Berger und von CEMEX Deutschland, Uwe Chilla und Michael Dost, arbeiten eng zusammen und haben die Rezepturen gemeinsam auf diese Baustelle angepasst. Der Bau der U-Bahnhöfe wird etwa bis 2014 dauern. Parallel dazu werden der Startschacht Bilk und die Rampe Wehrhahn in Angriff genommen.
Ab 2010 beginnt dann auch der Tunnelbau im Schildvortriebverfahren. Der Schildbohrer, 9,5 Meter im Durchmesser, 50 Meter lang, wird sich in rund 10 Metern Tiefe unter der Stadt hindurchgraben – von den Düsseldorfern weitgehend unbemerkt.
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