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Die größte Biogasanlage in Deutschland

In Horn-Bad Meinberg lässt das Energieunternehmen R&S ENERGY bis zum Sommer 2007 eine hochmoderne Biogasanlage errichten – CEMEX Deutschland liefert Betone für Bodenplatten und Außenringe

Nach Auskunft des Betreibers soll die Anlage die größte ihrer Art in Deutschland sein. Die private R&S ENERGY, Detmold, erzeugt Biogas aus nachwachsenden Rohstoffen wie Mais und Getreide und liefert erneuerbare Energie in Form von Strom und Wärme. Ihre Biogasanlagen nach Industriestandard bringen eine Leistung im Megawattbereich.

Horn-Bad Meinberg liegt im Kreis Lippe inmitten des Teutoburger Walds. Die Stadt wird ein Hauptabnehmer der in der neuen Biogasanlage produzierten Wärme sein. R&S ENERGY setzt auf die Partnerschaft mit der heimischen Landwirtschaft: Landwirte werden als Lieferanten spezieller Energiepflanzen zu Energiewirten. Bei der Grundsteinlegung am 22. September 2006 hatte Landrat Friedel Heuwinkel betont, der Bau der Anlage diene der Sicherung der Wirtschaft in Lippe und berücksichtige dabei in vorbildlicher Weise die Landwirtschaft als eines der Fundamente in der Region. Eberhard Block, der Bürgermeister von Horn-Bad Meinberg – das unter anderem aus vierzehn überwiegend landwirtschaftlich strukturierten Gemeinden besteht –, nannte das Konzept einen weitsichtigen und klugen Schritt.

Die Fermentiertechnologie und die Blockheizkraftwerke der Anlage im Gewerbegebiet an der Wilberger Straße sind im Bau. Im Auftrag der ausführenden Bauunternehmen A-Consult GmbH, Lürschau, und Ewald Weege Hochbau GmbH, Lage, liefert die CEMEX Deutschland AG etwa 1.200 Kubikmeter Transportbeton aus dem Werk Horn-Bad Meinberg. Ludwig Aringhoff, Vertriebsaußendienstmitarbeiter im Bereich, meint augenzwinkernd: „Unser Werk liegt nur wenige hundert Meter von der Baustelle entfernt, fast hätte man den Beton pumpen können. Aber jetzt liefern wir ihn doch per Fahrmischer.“

Seit Oktober und – sofern das Wetter mitspielt – nur noch wenige Wochen bis Ende März betonierten die Mitarbeiter der ausführenden Unternehmen die 25 bis 30 Zentimeter starken Bodenplatten der fünf Rundbehälter mit Durchmessern von bis zu 15 Metern. Drei der Behälter, die später Silage aufnehmen werden, erhalten zudem fünf Meter hohe Außenringe aus Beton. Abgedeckt werden sie mit Folie. Die verbleibenden zwei Behälter sind für Gas vorgesehen und bekommen eine Wandung aus Stahl.

Die Mitarbeiter des Transportbetonwerks Horn-Bad Meinberg stellen für die Biogasanlage Betone der Festigkeitsklassen C 25/30 und C 30/37 her. Zu den Rezepturen gehörten ein Zement CEM III/A 42,5 R aus dem Werk Dortmund der CEMEX HüttenZement GmbH und ein CEM II/A-S 42,5 N aus dem Werk Beckum der CEMEX WestZement GmbH. Als Zuschlag dient Weserkies. Betontechnologe Heinz Handke überwacht die Rezeptureinstellung im Werk. Die Sohlen werden per Rutsche betoniert, zur Fertigung der Außenringe stellt CEMEX Deutschland eine Autobetonpumpe mit 43-Meter-Mast.

Vertriebsaußendienstmitarbeiter Ludwig Aringhoff: „Bei den größeren Betonageabschnitten von 200 bis 250 Kubikmetern kamen wir unter Einsatz von vier Fahrmischern auf eine Stundenleistung von 40 bis 50 Kubikmetern.“


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Daniel-Goldbach-Str.25
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