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Das Museum der Meere
Auf der nördlichen Hafeninsel vor der Stralsunder Altstadt wächst das „Ozeaneum“, Norddeutschlands größter Museumsneubau
Mit 9.700 Quadratmetern Nutzfläche und Aquarien von sechs Millionen Litern Fassungsvermögen wird das Ozeaneum das Angebot des Deutschen Meeresmuseums deutlich erweitern. Die Region Vorpommern wird um ein attraktives Ausflugsziel reicher und die Bausubstanz der UNESCO-Welterbestadt Stralsund um ein architektonisches Highlight.
Bundeskanzlerin Angela Merkel nahm die Grundsteinlegung am 15. September 2006 gemeinsam mit Ministerpräsident Harald Ringstorff, Oberbürgermeister Harald Lastovka, dem Architekten Stefan Behnisch, dem Direktor des Deutschen Meeresmuseums Harald Benke und dem Projektleiter Ozeaneum Andreas Tanschus vor – ein Zeichen für die Bedeutung des Projekts.
| Symbolische Grundsteinlegung am 15. September 2006: Oberbürgermeister Harald Lastovka, Ministerpräsident Harald Ringstorff, Museumsdirektor Harald Benke, Bundeskanzlerin Angela Merkel, Architekt Stefan Behnisch, Projektleiter Ozeaneum Andreas Tanschus (v. l.) |
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Ostern 2008 soll der imposante Komplex aus vier einzelnen Baukörpern seine Tore den Besuchern öffnen. Noch bis März dieses Jahres betonieren die in der ARGE Rohbau Ozeaneum zusammengeschlossenen Firmen August Reiners Bauunternehmung und Nassbaggerei GmbH, Wolgast, und Köthenbürger HTI Hoch- und Ingenieurbau GmbH, Waren, den Rohbau. Die CEMEX Deutschland AG versorgt die Baustelle am Stralsunder Hafen in Liefergemeinschaft mit 10.000 Kubikmetern Transportbeton und stellt Autobetonpumpen, von Pumi-Fahrmischerbetonpumpen bis zu 42-Meter-Großmastpumpen.
Kristina Mahnke leitet das Transportbetonwerk Stralsund der CEMEX Deutschland AG und ist für den Vertrieb im Gebiet Rügen-Stralsund zuständig: „Der Stellenwert des Ozeaneums für den Fremdenverkehr ist nicht hoch genug einzuschätzen. Schon das bestehende Meeresmuseum wird sehr stark frequentiert, und das Ozeaneum wird noch ein zusätzlicher Tourismusmagnet sein.“ Der bisherige Standort des Deutschen Meeresmuseums in der historischen Altstadt war an die Grenzen seiner Kapazität gestoßen und hatte sich als nicht erweiterbar erwiesen.
In den Sohlen, den aufgehenden Geschossen, in den Wänden von Schwarmfischbecken und Aquarienfilterwänden kommen Betone in Güten von C 12/15 bis C 45/55 zum Tragen; einen Großteil machen Betone C 30/37 und C 35/45 aus. CEMEX Deutschland verwendet in den Rezepturen Zuschläge aus einheimischen Gruben und Zemente CEM III/A 32,5 N-LH/NA, CEM II/B-S 32,5 R-NA und CEM II/B-S 42,5 R-NA aus dem Werk Rüdersdorf der CEMEX OstZement GmbH.
Kristina Mahnke: „Die geforderte Stundenleistung hält sich in einem überschaubaren Rahmen, da wir es hier mit relativ kleinen Bauteile von bis zu 200 Kubikmetern zu tun haben. Hinsichtlich der Qualitätsanforderungen an den Beton pflegen wir eine gute intensive Zusammenarbeit mit der Bauleitung.“
Obschon die Aquarienwände von innen beschichtet werden, sind generell wasserundurchlässige Betone mit niedrigem w/z-Wert in den Expositionsklassen XC4, XD2, XS2, XF2, XF3, XA2 gefordert, die einem Seewasserangriff standhalten – sinnvoll auch in Anbetracht der Lage des Ozeaneums zwischen dem Hafenkanal und dem Meeresarm Strelasund, der zwischen dem Festland und der Insel Rügen liegt.
| Das Ozeaneum auf der nördlichen Hafeninsel der Hansestadt Stralsund im Modell. |
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Besonders intensiv bereiten die Mitarbeiter der Betonprüfstelle Roggentin der CEMEX Deutschland AG, zuständig für die Werke in Mecklenburg-Vorpommern, die Betonage einer 1.350-Quadratmeter-Außenwandfassade aus farbigem Beton vor. Ein Farbhersteller hat nach Vorgaben der Architekten eine Sonderfarbe gemischt. „Wir haben unter Zugabe von diesen Pigmenten Probestücke geschüttet, die vom Architekturbüro freigegeben wurden“, erklärt Prüfstellenleiter Christoph von Fircks. „so dass ab Mitte Februar das Bauteil aus 270 Kubikmetern farbigem C 30/37 betoniert werden kann.“ Der helle Farbton, der mit den Farbkomponenten Gelboliv und Braun spielt, soll das Gestaltungsmodell der Architekten im Umfeld der angrenzenden historischen Speichergebäude unterstützen.
Christoph von Fircks: „Was uns besonders freut: Das Ozeaneum ist das zweite prägnante Bauwerk in Stralsund, das wir mit Beton beliefern. In Sichtabstand von der Hafeninsel wird demnächst die neue Strelasundbrücke eröffnet. Ihr Pylon ist schon heute ein Wahrzeichen der Stadt.“
Im Realisierungswettbewerb für den Neubau des Meeresmuseums hatte sich das Stuttgarter Architekturbüro Behnisch & Partner durchgesetzt. Dessen Konzept bescheinigte die Jury eine „hohe Signifikanz bei gleichzeitiger Berücksichtigung des städtebaulichen Kontextes“. Die vier durch ihre freie und individuelle Formensprache geprägten Baukörper seien „souverän am Standort inszeniert“. Obwohl die Baukörper Assoziationen zu den Ausstellungsinhalten zuließen, blieben sie dennoch „angemessen abstrakt“.
Die amorph wirkenden Baukörper bilden eine offene Struktur. Von allen Seiten können sie von Menschen und von Licht durchströmt werden – die Architekten ziehen den Vergleich mit beiderseits von Wasser umspülten Steinen am Rand eines Flusses. Das Ozeaneum orientiert und öffnet sich vor allem hin zur wichtigsten Seite, zum Meer, doch lädt ein großes lichtdurchflutetes Foyer Besucher ein, gleich aus welcher Richtung der Stadt sie kommen. Mit Treppen, Aufzügen und Stegen frei zwischen die Baukörper gespannt bildet das Foyer den Schnittpunkt des Komplexes. Seine aufmerksamkeitsstarke Architektur und seine exponierte Lage machen das Ozeaneum zu einem wichtigen neuen Baustein der Stadtsilhouette.
Jeder der Baukörper ist einem inhaltlichen Schwerpunkt vorbehalten. Im zur Seeseite gewandten Bau werden drei Ausstellungsebenen das Weltmeer, die Ostsee sowie die Nutzung und Erforschung der Meere zum Thema haben. In den zwei Aquarien-Körpern „Ostsee“ und „Nordsee“ wird der Besucher auf eine Reise von der Ostsee bis in den Nordatlantik geschickt. Das Herzstück des Aquarienbereichs ist das große Schwarmfischbecken mit einer zehn mal fünf Meter großen Panoramascheibe. Im Obergeschoss des „Nordsee“-Baukörpers wird die Ausstellung „Ein Meer für Kinder“ speziell junge Besucher erwarten. Die Aquarienkörper sind auf ein Technikgeschoss aufgesattelt, das alle technischen Anlagen umfasst. Im vierten Baukörper wird die weltweit größte Walausstellung ihren Platz finden – mit Modellen von Meeressäugern im Maßstab 1:1.
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Das Ozeaneum wurde am 11. Juli 2008 eröffnet. Den Bericht hierzu finden Sie unter http://www.cemex.de/bundeskanzlerin/merkel/eroeffnet/ozeaneum.htm
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