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CEMEX Zement Beton-Forum´06 - Erfahrungen und Veränderungen

Unter dem Leitthema „Erfahrungen und Veränderungen“ veranstaltete CEMEX Zement das Beton-Forum 2006. Über 100 Fachleute aus ganz Deutschland waren dazu in das Zementwerk Rüdersdorf – dem traditionellen Veranstaltungsort – gekommen.

Mit der Begrüßung informierte Leo Pfeilschifter, Leiter Vertrieb des veranstaltenden Geschäftsbereiches, über das traditionsreiche* und internationale Unternehmen CEMEX mit Hauptsitz im mexikanischen Monterrey. Mit Niederlassungen auf vier Kontinenten und in über
50 Ländern ist CEMEX International weltweit der zweitgrößte Baustoffhersteller und einer der drei größten Zementhersteller.
Durch die Übernahme der britischen RMC Group P.L.C. und damit auch dem deutschen Tochterunternehmen Readymix Baustoffgruppe im März 2005 gehört das Zementwerk in Rüdersdorf als CEMEX OstZement GmbH zu diesem weltweit führenden Hersteller von Baustoffen.

Über 100 Fachleute aus ganz Deutschland waren am 9. November der Einladung von CEMEX Zement zum diesjährigen Beton-Forum ins Zementwerk Rüdersdorf gefolgt.  

Auf baustoffrelevante Themen leitete dann Prof. Dr. Rolf Silbereisen, Hauptabteilungsleiter Produkttechnologie der CEMEX Deutschland AG, mit seinem Vortrag „Dauerhaftigkeit als Planungsaufgabe“ über. Er stellte fest, dass mit der zunehmenden Schnelllebigkeit unserer Zeit die Langlebigkeit der Produkte des industrialisierten Baugeschäftes oftmals Wünsche offen lässt. Deshalb misst er der Aufgabe, die Standsicherheit und die Gebrauchstauglichkeit von Bauwerken über einen vorher festgelegten Zeitraum zu erhalten, eine große Bedeutung bei – speziell im Stahlbetonbau. In den neuen Normen DIN EN 206-1/ DIN 1045-2 u. a. sind dazu bereits Mindestforderungen zur Nutzungsdauer verschiedener Gebäudetypen festgelegt. Auf der Zuordnung von Betonbauteilen zu Expositionsklassen entsprechend der zu erwartenden Umweltbedingungen beruhen Vorgaben für die Betonzusammensetzung sowie Mindestanforderungen für Betondeckung und Nachbehandlung. Aber auch die Definition von zulässigen Rissbreiten ist sehr wichtig. Denn Risse stellen für jeden Betrachter, neben der möglichen Beeinträchtigung der Nutzungsdauer, ein Ärgernis dar. Der Planer sollte deshalb sein Augenmerk nicht nur auf die ausreichende Dauerhaftigkeit der Bauwerke legen, sondern auch dem Erhalt eines ansprechenden Erscheinungsbildes Rechnung tragen. Gerade in diesem Bereich sollte jede Chance für die Förderung der Betonbauweise durch besonders gelungene Bauwerke genutzt werden. Zusammenfassend sagte Prof. Dr. Silbereisen: „Die Dauerhaftigkeit unserer Bauwerke ist nicht allein eine Planungsaufgabe, sondern nur durch eine partnerschaftliche Zusammenarbeit aller am Bau Beteiligten erreichbar.“

Prof. Dr. Rolf Silbereisen

Ein Beleg für die Dauerhaftigkeit von Bauwerken aus Beton und den Erhalt eines ansprechenden Erscheinungsbildes ist das heutige Portland-Cement-Haus in Berlin-Karlshorst. Das 1901 errichtete ehemalige Laboratorium des Vereins der deutschen Portland-Cement-Fabrikanten (zusammen mit dem Eisenportland- und Hochofenzement e. V. ein Vorläufer des heutigen Vereins Deutscher Zementwerke e. V.) hat eine wechselvolle Geschichte. Nach einer denkmalgerechten Sanierung durch die privaten Eigentümer ist die Villa als Mischung aus Wohnen, Büros/Einzelhandel und Veranstaltungsstätte seit 2005 wieder für die Öffentlichkeit zugänglich. Dipl.-Ing. Andreas Lange, Eigentümer und Stadtplaner, auf Details der Sanierung zurückblickend: „Die mechanische Reinigung der Betonbauteile erwies sich als sehr schwierig, war jedoch erforderlich, um die filigrane plastische Gestaltung, der mit Ornamenten versehenen vorgefertigten Betonmodule zum Vorschein zu bringen. Gleichzeitig erfolgte dadurch der Nachweis, dass das Einfärben von Beton mit Pigmenten schon 1901 praktiziert wurde. Leider gelang es nicht, alle im Laufe des Jahrhunderts aufgetragene Farbschichten vollständig und ohne Beschädigung der Ornamente zu entfernen. Deshalb erhielten die Betonelemente abschließend einen Anstrich adäquat dem historischen Farbton. Die beim Bau des Gebäudes verwendeten vorgefertigten Betonelemente – hergestellt mit frühester industrieller Bautechnologie – waren in ihrer Substanz makellos.“ Die hohe Fertigungsqualität der Betonprodukte und deren Haltbarkeit über mehr als hundert Jahre kann auch heute noch am Portland-Cement-Haus abgelesen werden.

Erfahrungen bei der Entwicklung und wichtige zu berücksichtigende Kriterien beim Praxiseinsatz von Hochleistungsbetonen als Transport-beton bildeten die Schwerpunkte in den Beiträgen von Dipl.-Ing. Astrid Fischer und Dipl.-Ing. Christoph von Fircks. Diese Ausführungen waren gleichzeitig der Rahmen für die beiden Vorträge zu aktuellen Produktentwicklungen von CEMEX Zement.

Ing. Peter Bilgeri berichtete über die Entwicklung eines Hochofenzementes CEM III/A 52,5 N-HS/NA im Werk Duisburg-Schwelgern und dessen allgemeine bauaufsichtliche Zulassung als HS-Zement durch das Deutsche Institut für Bautechnik (DIBt) in Berlin. Der neue Hochofenzement CEM III/A 52,5 N-HS/NA wird als besonders geeignet für die Verwendung im gesamten Bereich der Vorfertigung, so z. B. der Produktion von Beton-Bauteilen für den Abwasserbereich (Rohre, Schächte etc.) und die Herstellung von Hochleistungsbetonen in Transport-betonwerken angesehen. Untersuchungsergebnisse renommierter Fachinstitute an Mörteln und Betonen zeigen zudem, dass mit CEM III/A 52,5 N-HS/NA Betonbauwerke mit hohem Widerstand gegen Säureangriff hergestellt werden können. Aufgrund des geringeren Anteils an energieintensiv herzustellendem Klinker weist er auch produktionstechnisch ökologische Vorteile auf.

Ing. Peter Bilgeri

Zur Sicherung einer dauerhaften Bauweise traten verschiedene neue Regelungen für den Bau von Fahrbahndecken aus Beton in Kraft, die u. a. eine Anpassung der Eigenschaften der Fahrbahndeckenzemente erforderten bzw. eine neue Technologie zur Herstellung der Betonoberflächen beinhalten. Dr. Katrin Bollmann stellte in diesem Zusammenhang die aktuellen Fahrbahndeckenzemente CEM I, II und III-(st) von CEMEX Zement vor und erläuterte Prüfergebnisse, die an Betonen mit diesen Zementen ermittelt wurden. Ihr Fazit: Der Einsatz von Portlandkompositzementen CEM II und Hochofenzementen CEM III trägt zur Senkung des wirksamen Alkaligehaltes im Beton bei und stellt eine wirtschaftlich sinnvolle und ökologisch wertvolle Variante dar. Positive Erfahrungen bei der Anwendung von hüttensandhaltigen Zementen in Betonfahrbahndecken liegen auch in Deutschland bereits vor. Die aktuellen Fahrbahndeckenzemente sind unabhängig von der Zementart für die neue Waschbetonbauweise geeignet. Neben den stofflichen Veränderungen, z. B. anderen Betonzusammensetzungen, sind nun auch Erfahrungen mit den neuen Fertigungstechnologien und angepassten Prüfmethoden zu sammeln.

  Dr. Katrin Bollmann und Dipl.-Ing. Peter Lyhs

Insgesamt widmeten sich auf dem traditionsreichen CEMEX Zement Beton-Forum zehn Vorträge den Erfahrungen bei der Umsetzung der europäischen Normungen in nationale Normen und Regelungen sowie in der Baupraxis, der Sicherung der Dauerhaftigkeit als Planungsaufgabe und den Veränderungen in der Betontechnologie durch die Anwendung neuer Hochleistungsbetone. Praxisbeispiele für Massenbetone, vorgestellt durch Dipl.-Ing. Peter Lyhs, bzw. Beton mit erhöhtem Säurewiderstand zeigten neue Wege auf. Informationen über aktuelle und zukünftige CEMEX Produktentwicklungen, teilweise im Bereich der Portlandkompositzemente, komplettierten mit den Vorträgen von Dr. Thierry Sperisen und Dipl.-Ing. Frank Wanzura das Programm.

Interessierte finden die Vorträge im Internet auf www.cemex-zement.de unter Beton-Forum ´06. Voraussichtlich Ende des Jahres erscheint auch ein Sonderdruck zum CEMEX Zement Beton-Forum. Die Veranstaltungsreihe wird 2007 fortgesetzt.

Weitere Informationen sind per E-Mail unter de-awt.zement@cemex.com oder telefonisch unter 033638/54-220 erhältlich.


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CEMEX Deutschland AG
Dr. Helmut Littek
Daniel-Goldbach-Str.25
40880 Ratingen
 

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