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Betonage-Startschuss auf dem Truppenübungsplatz
„Keine Alternative zu Straßenbeton“: Panzer der US-Army erhalten widerstandsfähige Stellflächen und Fahrwege / Transportbeton Hütten GmbH & Co. KG liefert ca. 34.000 m³ Transportbeton
Grafenwöhr: eine Stadt in der Oberpfalz (Bayern), gegründet 1362. Doch wer heute den Namen Grafenwöhr hört, denkt eher an eine nahe gelegene Militäreinrichtung: Mit 226 Quadratkilometern ist der Truppenübungsplatz Grafenwöhr nicht nur der größte Europas, auf dem scharf geschossen wird, sondern auch das größte Trainingsgebiet und der größte Schießplatz der US-Army außerhalb der USA. In Grafenwöhr üben Einheiten der United States Army Europe (USAREUR), der United States Air Forces in Europe (USAFE) und andere NATO-Streitkräfte.
2002 hatte die US-Regierung entschieden, ihre Truppen in Europa an ausgewählten Standorten zu zentralisieren und eine schnelle Eingreiftruppe für weltweite Anti-Terror-Einsätze aufzubauen. Viele Standorte in Deutschland und Europa werden aufgegeben, der Truppenübungsplatz im bayerischen Nordosten aber soll künftig eine wichtigere Rolle übernehmen.
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Das Bauvorhaben „Armor Battalion 2 – Vehicle Maintenance Facility“ umfasst Außenanlagen mit ca. 134.000 Quadratmetern Betonfahrbahndecke. |
So rüstet die US-Army nach in Grafenwöhr. Unter der Bezeichnung „Armor Battalion 2 – Vehicle Maintenance Facility“ werden u. a. Fahrzeugwartungs- und -unterstellhallen, eine Betankungsüberdachung und eine Lagerhalle neu gebaut. Rund um die Hallen für die schweren Kettenfahrzeuge entstehen Außenanlagen mit ca. 134.000 Quadratmetern Betonfahrbahndecke.
Aufträge über 33.700 Kubikmeter Straßenbeton liegen der Transportbeton Hütten GmbH & Co. KG vor, einer Beteiligungsgesellschaft der CEMEX Deutschland AG. Etwa 80 Prozent der Menge werden die Mitarbeiter des Baustoffunternehmens mit Hauptsitz in Bechtsrieth noch bis Ende dieses Jahres ausliefern. Am 11. August hat die Heilit+Woerner Bau GmbH, Darmstadt, ein ca. 44.000 Quadratmeter großes Areal in Angriff genommen, und ab Mitte September wird die Bickhardt Bau AG, Kirchheim, eine benachbarte 90.000-Quadratmeter-Fläche betonieren.
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Mitarbeiter der ausführenden Bauunternehmung beim Verlegen der Dübelkörbe. |

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Die Fahrbahndecken müssen einen hohen Widerstand gegen Frost und gegen Verschleißbeanspruchungen durch die Kettenfahrzeuge zeigen. „Bei diesen extrem beanspruchten Bauteilen gab es keine Alternative zu Straßenbeton. Er ist sehr viel widerstandsfähiger als andere Straßenbaumaterialien. Selbst in extrem heißen Sommern bilden sich in Beton keine Fahrspuren“, erklärt Reinhard Meier, der das Projekt als Werk- und Verkaufsleiter der Transportbeton Hütten gemeinsam mit seinem Kollegen Manfred Bublat betreut. Zum Einsatz kommt ein Beton der Festigkeitsklasse C 30/37 XF4 XM2. Besonderheit der Rezeptur: Heilit+Woerner fordert bei den Zuschlägen einen Hartgesteinanteil von mindestens 50 Prozent, um die Verschleißfestigkeit der Betonflächen zu steigern. Die Transportbeton Hütten verwendet Hartsteinsplitte 16/22 und 8/16: einen Diabas der Hartsteinwerke Schicker OHG, Bad Berneck, und einen Amphibolit der Würschinger GmbH & Co. Baubetriebe KG, Remmelsberg. Zusatzmittel der CEMEX Admixtures GmbH sorgen für eine einbaufreundliche Konsistenz, und die Laboranten des Beton-Prüfinstituts Bayreuth, eine Tochter der CEMEX Deutschland AG, übernehmen die Eigenüberwachung.
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„Keine Alternative zu Straßenbeton“: Die Fahrbahndecken müssen einen hohen Widerstand gegen Frost und Verschleißbeanspruchungen zeigen. |
Mit einem Straßenfertiger stellen die Mitarbeiter des Bauunternehmens die Betonfahrbahndecken her und versehen sie zwecks Entwässerung mit einer Gefälleneigung. Um der Oberfläche eine größere Griffigkeit zu geben und die Rutschgefahr für Fußgänger zu minimieren, wird die Betonfläche mit Besenstrich strukturiert. Im Zuge der Nachbehandlung sprühen die Mitarbeiter von Heilit+Woerner ein Curingmittel auf.
Die Transportbeton Hütten ist an verschiedenen Großbetonagen im Lager Grafenwöhr und benachbarten Soldaten-Wohnsiedlungen beteiligt. Seit 2005 hat das Unternehmen eigens ein zusätzliches Transportbetonwerk in Pressath angemietet. So sind auch Tagesleistungen bis zu 750 Kubikmeter Beton kein Problem. „Wir verfügen über das Know-how und die Kapazitäten. Wir haben die Mengen absolut im Griff und stellen gemeinsam mit den Kollegen vom Labor die erforderliche Qualität sicher. Wenn jetzt noch alle Baubeteiligten von Unfällen verschont bleiben, dann können wir sehr zufrieden sein“, meint Werk- und Verkaufsleiter Reinhard Maier. „Die US-Army investiert massiv in den Standort, und ein großer Teil des Geldes bleibt in dieser sonst eher strukturschwachen Region. Für viele Unternehmen der nördlichen Oberpfalz ist das Projekt lebenswichtig.“
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