Home Newsletter Email Impressum Suche Sitemap
CEMEX.de Homepage
Navigation
 


Bärenstarke Betonbauteile

Damit sich Melursus ursinus, der Lippenbär aus Südasien, im kalten NRW wohlfühlt, unterbreitete die CEMEX Beton-Bauteile GmbH dem NaturZoo Rheine einen besonderen Produktvorschlag.

Ab Mai wird der NaturZoo Rheine um eine neue Attraktion reicher sein: Lippenbären. Sie erreichen eine Körpergröße bis 190 Zentimeter, eine Schulterhöhe bis 90 Zentimeter, bringen bis zu 145 Kilogramm auf die Waage und zählen verständlicherweise zu den Großbären. Balu aus dem Trickfilm „Dschungelbuch“ ist wohl der berühmteste, wenngleich fiktive Vertreter seiner Art.

Das Bärenhaus wächst. Massivwände mit Betonkernaktivierung werden für angenehme, artgemäße Temperaturen sorgen. Bildnachweis: Achim Johann/NaturZoo Rheine

Die Arbeiten an der neuen Bärenanlage laufen mit Hochdruck. Der Rohbau des Bärenhauses und die Unterstände für Besucher an der Peripherie des großzügig bemessenen Freigeheges allerdings stehen schon. Die CEMEX Beton-Bauteile GmbH lieferte etwa 650 Quadratmeter Betonfertigteile, und die Joseph Krüselmann Bauunternehmung, Neuenkirchen, führte die Montage aus. Zum Einsatz kamen Doppelwände als freie Stützwände im Außenbereich, Thermowände mit innenliegender Wärmedämmung für die Gebäudehülle, Elementdecken – und Betonfertigteile, die die Schlaf- und Wurfboxen der Bären artgerecht temperieren werden: 122 Quadratmeter Massivwände mit Betonkernaktivierung. Weil Betonfertigteile thermische Energie speichern können, sind Gebäude mit dieser Methode kostengünstig zu Kühlen oder zu Erwärmen.

Im Falle des Bärenhauses ging es primär um letzteres. Etwa 70 Prozent der Innenwände sind Massivwände, in deren Bewehrungslagen die Mitarbeiter des Betonfertigteillieferanten bereits im Werk Rohrsysteme eingebaut haben – das Prinzip ähnelt einer Fußbodenheizung. Eine Wärmebedarfsberechnung ermittelte die bauteilspezifisch notwendige Zahl der sogenannten Rohrregister. Sie werden mittig in die Wand eingebaut, die später zu beiden Seiten gleichmäßig Wärme abstrahlt. Bei dem Objekt in Rheine spielt das System noch einen weiteren Vorteil aus: Die wilden und kräftigen Bewohner werden die Heizung, gut geschützt in einer hoch widerstandsfähigen Betonwand, nicht beschädigen können.

Momentaufnahme aus der Wandproduktion vor dem Betoneinbau. Die Rohrleitungen der Heizung sind auf eine Bewehrungslage geknüpft.

Der NaturZoo hat das Bauvorhaben im eigenen Haus geplant. „Der Bau des Bärenhauses ist ausgezeichnet gelungen. Der Einbau der Fertigteile ging überraschend schnell, und das Preisleistungsverhältnis stimmt“, meint Bauingenieurin Ina Yüksel. „Die Betonkernaktivierung funktioniert hervorragend. Noch sind zwar keine Bären im Haus, aber damit das Bauwerk trocknet, lassen wir die Heizung schon laufen. Mit einer Vorlauftemperatur von 37 Grad haben wir eine Raumtemperatur um die 22 Grad erreicht – die Handwerker fanden das angenehm beim Innenausbau, aber für die Bären würde das schon zu warm sein. Wir konnten die Heizung runterfahren und sparen Energie.“

Obgleich im tropischen Südasien beheimatet, ist die Großbärenart kälteunempfindlicher als mancher einheimische Zweibeiner: Die Raumtemperatur soll konstant bei etwa 15 °C liegen. Mit der Gasthermenheizung auf Niedertemperaturbetrieb lassen sich jede Wand und jeder Käfig einzeln ansteuern.

Die Schnauze des Lippenbären ist an seine vorwiegend aus Insekten bestehende Nahrung angepasst.

Bei der Wahl seiner neuen Großbärenart orientierte sich der NaturZoo Rheine an Erhaltungszucht-Programmen auf europäischer Ebene. Fast alle Bärenarten sind heute bedroht, und für den Lippenbären suchte das Zuchtprogramm dringend neue Halter, um einen stabilen Bestand aufzubauen.

Von den künftigen Bewohnern werden einige die behaglichen Temperaturen besonders nötig brauchen: Mitten im Bärenhaus liegt eine Mutter-Kind-Zone. Die Wände dieser Wurfbox weisen eine besonders hohe Heizleistung vor. In diesen abgedunkelten Bereich soll sich die Bärenmutter mit ihrem Nachwuchs zurückziehen, wenn sie die Jungen nach der Geburt über mehrere Wochen intensiv betreut.


Stichwort-Suche

Pressefotos zum Downloaden
Die Fotos zu diesem Pressetext stehen hier in 300 dpi-Auflösung
zum Download bereit.

Foto 1

Foto 2

Foto 3