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aaton® - die neue Beton-Generation
 


Schalungstechnik

Frischbetondruck bei der Verwendung von aaton®

Die Berechnung des Frischbetondrucks von Normal-, Schwer- und Leichtbeton ist in DIN 18218 (Ausgabe 1980 - 09) geregelt. Wesentliche Einflussgrößen für die Höhe des Frischbetondrucks sind die Einbaugeschwindigkeit und die Konsistenz des Frischbetons. Außerdem wird der Frischbetondruck von der Frischbetontemperatur und von der Art der verwendeten Zusatzstoffe und Zusatzmittel beeinflusst.

Hinsichtlich folgender Parameter zeigen sich neue Dimensionen auf:

  • aaton® weist ein Ausbreitmaß ≥ 630 mm auf. Die Konsistenz F6 bzw. selbstverdichtender Beton konnte in der DIN 18218 nicht berücksichtigt werden.
  • Mit aaton® sind hohe Einbauleistungen erzielbar, das bedeutet hohe Steiggeschwindigkeiten des Frischbetons in der Schalung

Für die Berechnung des auftretenden Frischbetondrucks bei der Verwendung von aaton® ist die DIN 18218 somit nicht ohne weiteres anwendbar. Der Wegfall der Vibrationsverdichtung wirkt im Vergleich zu herkömmlichen Beton druckmindernd, die weiche Konsistenz druckerhöhend. 

Konsequenzen für die Bauausführung

Für gängige Betonierhöhen bis ca. 3 m ergibt sich bei voller Wirksamkeit des hydrostatischen Drucks ein Frischbetondruck von max. 72 kN/m2. Übliche Rahmenschalungssysteme können Frischbetondrücke von bis zu 80 kN/m2 bei geringen Durchbiegungen aufnehmen. Im Zuge der Erteilung des Gütezeichens GSV (Güteschutzverband Betonschalungen e. V.) sind diese Schalungssysteme entsprechenden Prüfungen unterzogen worden. Den bei der Verwendung von aaton® zu berücksichtigenden vollen hydrostatischen Druck können solche Rahmenschalungssysteme bei üblichen Betonierhöhen ohne besondere Maßnahmen (z. B. Auswahl schmalerer Schalungselemente oder Reduzierung der Steiggeschwindigkeit) aufnehmen.

Bei größeren Betonierhöhen:

  • sind entsprechend bemessene Schalungssysteme zu verwenden
  • ist die Steiggeschwindigkeit des Frischbetons auf das Schalungssystem abzustimmen.

Anforderungen an die Dichtheit der Schalung

Die Schalung muss sowohl im Bereich der Elementstöße untereinander, als auch im Bereich der Aufstellfläche (Fuge zwischen Boden und Schalung) dicht ausgebildet werden. Unbeschädigte Rahmenschalungssysteme erfüllen dabei die Anforderungen an die Dichtheit der Stoßfugen beim Einsatz von aaton®. Kleinere Öffnungen führen nicht zum „Auslaufen” der Schalung. Öffnungen größer als 3 mm sind zu vermeiden und gegebenenfalls mit geeigneten Maßnahmen, z. B. mit Kunststoffstreifen abzudichten.

Sicherung gegen Auftrieb der Schalung und von Einbauteilen

Aufgrund der hohen Betoniergeschwindigkeiten, die mit aaton® erreichbar sind, sind die auf die Schalung und evtl. vorhandene Einbauteile wirkenden Auftriebskräfte zu beachten. Bei geneigten Wänden, geschlossenen Schalungen, sehr großen Aussparungen und unebenen Aufstandsflächen sind Sicherungsmaßnahmen gegen Auftriebskräfte vorzusehen.



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