Presseinfos 2013

Sanierung Isarkanal

Bei der Sanierung des Mittleren-Isar-Kanals kam erstmals eine neue Technik zum Einsatz, die ein Trockenlegen unnötig macht. Die CEMEX Deutschland AG lieferte Fließbeton für den Unterwassereinsatz.


Wenn bisher ein Kanal großflächig zu sanieren war, musste das Wasser ganz oder teilweise abgelassen werden, um die Bauarbeiten im Kanalbett zu ermöglichen. Anders bei der aktuellen Sanierung des Mittleren-Isar-Kanals. Der etwa 64 Kilometer lange Kanal verläuft parallel zum Mittellauf der Isar. Er ist nicht schiffbar und dient ausschließlich der Stromerzeugung: In seinem Verlauf betreibt die E.ON Kraftwerke GmbH fünf Wasserkraftwerke, die Stadt München zwei.

 

 

 

 

 

 

 

 


Drei Kilometer des Mittleren-Isar-Kanals ließ die E.ON sanieren – ohne Entleerung der betroffenen Abschnitte. Der Werkkanal hat hier ein Trapezprofil mit betonausgekleideten Böschungen. 

Jetzt ließ E.ON die Sohle und die Böschungen des Kanals auf insgesamt 3000 Metern sanieren – und zwar im Schnelltempo von 40 bis 100 Metern pro Tag, während die Stromerzeugung der Wasserkraftwerke im Teilbetrieb weiterlief. Bei der Sanierung des etwa einen Kilometer langen Abschnitts der Haltung 4a zwischen Eitting und Berglern und des rund zwei Kilometer langen Abschnitts der Haltung 5 östlich von Moosburg kam weltweit erstmalig ein neues Verfahren zur Anwendung, das die Hagn Umwelttechnik GmbH entwickelt hat.

 

 

Bis zu 100 Meter am Tag konnten mit dem zum Patent angemeldeten Verfahren der Hagn Umwelttechnik GmbH erneuert werden. (Foto: CEMEX Deutschland AG)

    

Sanierung unter Teilbetrieb

„Man konnte den Kanal nicht leerlaufen lassen, weil sonst Grundwassersenkungen die Standsicherheit benachbarter Häuser gefährdet hätten und weil im Bereich der Haltung 5 ein europäisches Naturschutzgebiet liegt“, erklärt Michael Altschäffl, Bereichsleiter bei der Hagn Umwelttechnik GmbH. „Die Herausforderung für uns war es also, dass der Kanal permanent unter Teilbetrieb stand. Wir haben die Sanierung bei Wassertiefen von bis zu 7,5 Metern und einem Durchlauf von 30 bis 40 Kubikmetern Wasser pro Sekunde ausgeführt. Jeden Abend mussten wir die bearbeitete Fläche komplett räumen, weil E.ON von 20 bis 6 Uhr sogar Normalbetrieb mit bis zu 120 Kubikmetern pro Sekunde gefahren ist.“

 

Doppellagige Kunststoffmatten wurden auf die Kanalsohle abgelassen und mit Transportbeton verfüllt. Dann wurden Seitenteile die Böschungen hochgezogen und ebenfalls betoniert.
(Foto: CEMEX Deutschland AG)

 

Die Betonversorgung der Baustelle stellten die Transportbetonwerke Moosburg-Aich und Moosburg-Sempt der CEMEX Deutschland AG gemeinsam mit einem Lieferpartner sicher. Reimund Zeilnhofer, CEMEX-Gebietsleiter Vertrieb Landshut: „Insgesamt wurden von Ende Juni bis Mitte November etwa 16.000 Kubikmeter Beton gebraucht. Jeder Lieferpartner hat die Hälfte übernommen. Bis zu 450 Kubikmeter hat die Baustelle am Tag abgerufen, und die CEMEX-Betonförderung hatte zeitweise vier Autobetonpumpen im Einsatz. Eingebaut wurde ein Fließbeton mit der Konsistenz F6 und einem 0/8er-Größtkorn. Lampert Summer hat das Projekt als unser Vertriebsmitarbeiter vor Ort hervorragend koordiniert.“

Kunststoffgewebe als Schalungsersatz

Die einzelnen Schritte des innovativen Sanierungsverfahrens: Zuerst reinigte ein Bagger das Kanalbett von groben Ablagerungen bzw. Sedimenten. Dann waren die Berufstaucher gefordert. Sie suchten nach schadhaften Stellen, verschlossen größere Löcher mit Schnellzement und bereiteten die großflächige Sanierung vor. Diese führten die Spezialisten der Hagn Umwelttechnik GmbH von einem neu entwickelten 28 mal 55 Meter großen Verlegeponton aus durch, der hier seine erste Bewährungsprobe bestand. Bis zu 20 Meter lange und 50 Meter breite Matten aus zweilagigem Kunststoffgewebe der Firma HUESKER Synthetic GmbH wurden nach und nach auf den ebenen Grund des Kanals abgelassen. Die beiden Gewebelagen sind alle 10 Zentimeter mit 10 Zentimeter langen Kunststofffäden verbunden. Diese Abstandshalter waren notwendig, damit die Doppelmatte beim Befüllen mit Beton ihre Form behielt, ähnlich wie bei einer Luftmatratze. Als der Beton ausgehärtet war, wurden zuvor eingerollte Seitenteile zur Rechten und zur Linken des Kanals die Böschungen hochgezogen und dann ebenfalls mit Beton verfüllt. So erhielt das Kanalbett Stück für Stück eine neue Auskleidung aus dem hochwertigen wasserneutralen Baustoff Beton. Das Gewebe diente als verlorene Schalung.

 

 

Die hochreißfesten Kunststofflagen sind mit 10 Zentimeter langen Kunststofffäden verbunden, damit die Doppelmatte beim Befüllen mit Beton ihre Form behält.
(Foto: CEMEX Deutschland AG)

Michael Altschäffl: „Die Betonlieferung hat unter dem Strich ausgesprochen gut geklappt. Bis zu 80 Fahrmischer am Tag durch nur eine Zufahrt zu schicken ist eine logistische Leistung der Transportbeton-Liefergemeinschaft. Die Mischmeister haben eine lückenlose Betonversorgung sichergestellt. Das war sehr wichtig, denn wenn eine Baustelle mit 120 Leuten zum Stehen kommt, bedeutet das immense Kosten. Es war ein neues Verfahren, und es gab keine Testphase, doch dafür hat sich alles schnell eingespielt. Auch mit dem Betonlabor haben wir bei der Feineinstellung der Rezeptur gut zusammengearbeitet. Die Berufstaucher haben eine ganze Reihe von Bohrkernen aus der Sohle und den Böschungen entnommen. Der Beton hat sich an keiner Stelle entmischt, die Qualität ist überall einwandfrei.“

 

 

Rund 15.000 Kubikmeter eines Fließbetons kamen von Juni bis November 2013 zum Einsatz. Bis zu 80 Fahrmischerladungen am Tag rief die Baustelle ab.
(Foto: CEMEX Deutschland AG)

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Aktuelle Baustelle

 

Kanalsanierung unter Teilbetrieb: Weltpremiere im Wasserbau

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Trainieren inmitten von CEMEX-Beton

Das neue Sport- und Trainingszentrum bietet ausreichend Platz für alle Teams des RasenBallsport Leipzig e.V. Das Gebäudeensemble beherbergt eine große Sporthalle, eine Laufbahn für Sprints, Krafträume aber auch ein Internat, ein Café und mehrere Büro- und Verwaltungsräume. Im Auftrag der BATEG Ingenieurbau GmbH stellte die CEMEX Deutschland AG die Transportbetonversorgung für den 13.500-Quadratmeter-Komplex sicher.

Mehr zu diesem Bauobjekt finden Sie hier.

 

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