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60.000 Quadratmeter makellose Betonfläche

Distributionslager von H&M in Hamburg mit spiegelglattem Fußboden ausgerüstet

Wenn es gilt, Beton über weite Strecken zu pumpen, so ist dieser Vorgang als solcher für die Qualität des Materials schon nicht unproblematisch. Sollen aber 16.000 Kubikmeter Beton über Strecken von bis zu 240 Meter gepumpt werden, so ist das eine besondere Herausforderung für alle Beteiligten. Zumal, wenn laut Lieferauftrag am Ende der Pumpstrecke noch ein Ausbreitmaß von 580 Millimetern gefordert wird. Die Betonexperten der Hamburger Niederlassung der CEMEX Deutschland AG stellten sich beim Bau des neuen Distributionslagers für den skandinavischen Textilkonzern H&M diesen besonderen Anforderungen. Mit einem Ergebnis, das sich sehen lassen kann: eine makellose Bodenoberfläche für das Auslieferungslager in Hamburg-Moorfleet.

Zwei Betonpumpen sorgten dafür, dass der Materialstrom niemals abriss. Nur die kleine Öffnung in der Gebäudewand konnte für die Versorgung genutzt werden

Um einen störungsfreien Betrieb der fahrerlosen und nur von Computern gesteuerten Lagerfahrzeuge zu gewährleisten, wurde in der Auftragsausschreibung für die insgesamt 60.000 Quadratmeter umfassende Bodenfläche, die besondere Qualität des Industriefußboden herausgestellt: Die Steuerung der für die Regalbeschickung und die Warenentnahme eingesetzten Lagerroboter reagiert auf alle Unebenheiten und Veränderungen des Bodens auf ihrem Fahrweg extrem empfindlich - bis hin zum Totalausfall. Daher war es für die Betonexperten der CEMEX Hamburg klar, dass es auf einen möglichst spiegelglatten Untergrund ankommt.

Neben dieser besonderen Qualitätsanforderung stellte der Auftrag die für die Lieferung Verantwortlichen, Werkgruppenleiter Stephan Herholz und seinen Vertriebsmitarbeiter Sascha Marx, vor ein noch weitaus größeres Problem: Die Baupläne zeigten, dass wegen der begrenzten Zufahrtmöglichkeiten die gesamte Baustelle von nur einer Stelle aus beliefert werden konnte. Das wiederum bedeutete, dass der Beton im Einzelfall über Rohrleitungsstrecken von bis zu 240 Metern gepumpt werden musste, wobei eine Pumpstrecke von 100 Metern, so Werkgruppenleiter Herholz, zur „täglichen Normalität“ zählte. Hinzu kam das geforderte Ausbreitmaß von 580 Millimeter am Ende der Pumpleitung. Um diese Anforderungen zu erfüllen und zudem eine optimale Verdichtung zu gewährleisten, fiel die Wahl für das am besten geeignete Material auf einen leichtverdichtenden aaton floor.

Vor dem eigentlichen Betoneinbau mussten erst die Pumpleitungen auf die richtige Länge gebracht werden: dabei waren Strecken von bis zu 240 Metern zu bewältigen

Für den eigentlichen Betoneinbau wurde die vorgegebene Fläche von 60.000 Quadratmetern in 30 Betonagefelder aufgeteilt, die jeweils in einem Durchgang mittels zwei Betonpumpen betoniert wurden. Die Tagesleistung lag dabei zwischen 400 - 600 Kubikmetern entsprechend etwa 70 Kubikmetern pro Stunde. Auf den Untergrund wurde eine Armierung aus vor Ort geflochtenem Rundstahl aufgebracht. In seinem Aufbau besteht die 25 Zentimeter starke Sohlplatte aus einer 20 Zentimeter hohen Lage C30/37 XC4 XF1 XA1 F6 32. und einer 5 Zentimeter hohen Lage C30/37 XC4 XF1 XA1 F6 8 als Deckschicht. Das Ergebnis war eine Beton-Bodenfläche, die den für den Bau des Industrieboden Verantwortlichen von der Firma GVG Industrie-Bodenbau, Oldenburg und vom Generalunternehmer Bremer AG, Paderborn, zu höchstem Lob veranlasste.

Dass auf die Verwendung von vorgefertigten Armierungsmatten verzichtet wurde und die 2.800 Tonnen Rundstahl erst vor Ort verarbeitet wurde, begründete CEMEX-Werkgruppenleiter Stephan Herholz: „Der Bau-Untergrund ist sehr schlecht. Indem die Armierungen ‚individuell’, das heißt den jeweiligen Gegebenheiten angepasst, gefertigt werden, lässt sich das Risiko einer Rissbildung im Beton praktisch ausschalten, wobei aber gleichzeitig die hohe Qualität des Bodens gewährleistet bleibt.“

Bis zu 240 m weit musste der Beton zum Einbauort gepumpt werden und das Ausbreitmaß am Ende der Pumpleitung war mit 58 festgeschrieben 

Noch sind die Arbeiten im vollen Gange. Doch schon bald soll alles soweit sein, dass zwischen den einzelnen Regalreihen vollautomatische Robotersysteme im Einsatz sind, die zielsicher Waren aus den Regalen entnehmen und an anderer Stelle Waren in die Regale einräumen.


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CEMEX Deutschland AG
Dr. Helmut Littek
Daniel-Goldbach-Str.25
40880 Ratingen
 

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